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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Bitcoin mit Rally

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen haben zu Wochenbeginn leicht nachgegeben. Schwache Vorlagen der chinesischen Börsen drückten etwas auf die Stimmung. In China lasteten vor allem neue Regulierungen für den Bereich E-Learning auf den Kursen der Technologie-Aktien. "Der Einfluss auf Europa ist eher gering", so ein Marktteilnehmer. Daneben hielten sich die Anleger vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch zurück. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 15.619 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 0,2 Prozent auf 4.103 nach.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex setzte derweil keine größeren Akzente. Entgegen den Erwartungen ist der Index auf 100,8 gefallen. "Die Angst vor einer vierten Corona-Welle und Lieferprobleme in der Industrie haben die zuvor stark gestiegenen Geschäftserwartungen getrübt", hieß es dazu von der Commerzbank. Nach einer kräftigen Erholung im Sommerhalbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal wieder unter Corona leiden, auch wenn sie wohl kaum erneut schrumpfen wird.

Der Preis für Bitcoin hat am Wochenende eine Rally auf ein Fünfwochenhoch hingelegt. Die Kryptowährung stand zu Börsenschluss bei rund 38.600 Dollar nach 32.400 Dollar am späten Freitag. Am Wochenende sagte Twitter-CEO Jack Dorsey, er wolle Bitcoin in Produkte von Twitter integrieren, Bitcoin sei "die Zukunft von Twitter". Gerüchteweise will überdies Amazon noch in diesem Jahr Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.


Berichtssaison geht Höhepunkt entgegen

Die Berichtssaison strebt bereits ihrem Höhepunkt entgegen. In der laufenden Woche legen in Europa und in den USA jeweils knapp 200 Unternehmen ihre Ergebnisse auf den Tisch, heißt es bei der Deutschen Bank. Sie beurteilt den bisherigen Verlauf positiv: Sie hat errechnet, dass 86 Prozent der US-Konzerne die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen haben, und zwar im Schnitt um 18 Prozent. Das durchschnittliche Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr liege bei 99 Prozent.

In Europa konnten laut Deutsche Bank immerhin 62 Prozent der Unternehmensgewinne die Erwartungen übertreffen, wenn auch "nur" um acht Prozent. Das Gewinnwachstum liege dort bisher bei 29 Prozent. Positiv bewertet Kapitalmarktstratege Michael Blumenroth, dass zirka 90 Prozent der US-Unternehmen, die ihre Gewinnprognosen für das Gesamtjahr 2021 angepasst haben, diese angehoben hätten. "Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte diese Woche positive Impulse für die Aktienmärkte bringen", sagte der Stratege der Deutschen Bank.

Vonovia (minus 2,5 Prozent) und Deutsche Wohnen (plus 1,2 Prozent) standen weiter im Blick. Zwar ist das Übernahmeangebot für Deutsche Wohnen gescheitert, weil Vonovia die Mindestannahmequote von 50 Prozent plus 1 Aktie verfehlt hat. Vonovia habe aber alle Optionen offen gelassen. "Beide wollen nach dem derzeitigen Stand den Deal", so ein Händler.

Den Deal wegen 2,38 Prozent scheitern zu lassen würde uns überraschen", hieß es auch bei Baader. Zwar werde Vonovia die angedienten Aktien vermutlich zunächst einmal zurückgeben. Vonovia könnte dann aber weitere Aktien der Deutsche Wohnen am Markt kaufen und anschließend ein neues Gebot mit einer niedrigeren Schwelle lancieren.

Für Morphosys ging es nach gesenkter Prognose um 8,7 Prozent nach unten. Morphosys erwartet im laufenden Jahr nun einen Konzernumsatz zwischen 155 bis 180 Millionen Euro nach bislang 150 bis 200 Millionen Euro. Hintergrund sind die aktualisierten Erwartungen für die Produktumsätze von Monjuvi. Das sorgte bei den Anlegern für Enttäuschung, wurde doch die Entwicklung von Monjuvi genau verfolgt.

Daneben wurden die Erwartungen an die Aufwendungen nach oben angepasst. Diese werden nun in einer Größenordnung von 435 bis 465 Millionen Euro nach bisher 355 bis 385 Millionen Euro erwartet. Dies wiederum spiegelt hauptsächlich die Übernahme von Constellation Pharmaceuticals wider. Auch das dürfte bei den Anlegern nicht gut angekommen sein, sehen viele den Kauf von Constellation ohnehin kritisch.


Tencent-Beteiligung drückt auf Prosus

Prosus (minus 8,8 Prozent) litten weiter unter der Schwäche der Beteiligung an Tencent, Prosus hält noch 29 Prozent an dem chinesischen Konzern. Tencent gaben in Hongkong kräftig nach. Damit litten sie erneut unter der zunehmenden Regulierung der chinesischen Internetkonzerne durch Peking.

Für Philips ging es 4,2 Prozent nach unten. Die Niederländer meldeten einen Rückgang des Nettogewinns im zweiten Quartal, nachdem eine Rückstellung für ein fehlerhaftes Bauteil gebucht werden musste, das - wie bekannt - in einigen Schlaf- und Atemtherapiegeräten verwendet wird. Die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von 1,5 Milliarden Euro stützte nicht.

Bechtle verloren nach Vorlage von Zahlen 0,8 Prozent. Diese fielen uneinheitlich aus. Die Aktie hatte sich zuvor gut entwickelt, was ein weiterer Grund für die zurückhaltende Reaktion gewesen sein dürfte. Für SAF-Holland ging es 2,3 Prozent nach oben. Hier stützten Spekulationen, das Unternehmen könnte die Prognose anheben.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 4.102,59 -6,51 -0,2% +15,5%
Stoxx-50 3.548,12 -9,96 -0,3% +14,2%
Stoxx-600 461,14 -0,37 -0,1% +15,6%
XETRA-DAX 15.618,98 -50,31 -0,3% +13,9%
FTSE-100 London 7.025,43 -2,15 -0,0% +8,8%
CAC-40 Paris 6.578,60 +9,78 +0,1% +18,5%
AEX Amsterdam 745,10 -4,32 -0,6% +19,3%
ATHEX-20 Athen 2.081,40 +12,31 +0,6% +7,6%
BEL-20 Bruessel 4.237,31 +6,75 +0,2% +17,0%
BUX Budapest 46.952,76 -538,93 -1,1% +11,5%
OMXH-25 Helsinki 5.679,27 +18,07 +0,3% +23,8%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.446,25 -6,21 -0,4% -11,6%
OMXC-20 Kopenhagen 1.715,37 -11,60 -0,7% +17,1%
PSI 20 Lissabon 5.075,81 +25,09 +0,5% +4,1%
IBEX-35 Madrid 8.775,20 +58,00 +0,7% +8,7%
FTSE-MIB Mailand 25.296,40 +171,49 +0,7% +13,0%
RTS Moskau 1.602,53 +6,67 +0,4% +15,5%
OBX Oslo 1.002,12 +4,25 +0,4% +16,7%
PX Prag 1.198,42 +8,19 +0,7% +16,7%
OMXS-30 Stockholm 2.387,66 +2,97 +0,1% +27,4%
WIG-20 Warschau 2.240,65 -1,76 -0,1% +12,9%
ATX Wien 3.504,06 +55,14 +1,6% +23,8%
SMI Zuerich 12.049,63 -81,20 -0,7% +12,6%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,42 +0,00 +0,16
US-Zehnjahresrendite 1,28 +0,00 +0,36

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:13 Uhr Fr, 17:16 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1809 +0,3% 1,1780 1,1763 -3,3%
EUR/JPY 130,26 +0,1% 129,93 130,03 +3,3%
EUR/CHF 1,0815 -0,2% 1,0820 1,0829 +0,1%
EUR/GBP 0,8538 -0,2% 0,8569 0,8550 -4,4%
USD/JPY 110,31 -0,2% 110,30 110,55 +6,8%
GBP/USD 1,3830 +0,5% 1,3747 1,3756 +1,2%
USD/CNH (Offshore) 6,4825 +0,1% 6,4887 6,4853 -0,3%
Bitcoin
BTC/USD 38.596,26 +11,6% 38.633,76 32.410,66 +32,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,60 72,07 -0,7% -0,47 +48,6%
Brent/ICE 74,05 74,10 -0,1% -0,05 +44,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.799,58 1.802,23 -0,1% -2,65 -5,2%
Silber (Spot) 25,23 25,18 +0,2% +0,05 -4,4%
Platin (Spot) 1.071,00 1.062,55 +0,8% +8,45 +0,1%
Kupfer-Future 4,58 4,40 +4,0% +0,18 +29,8%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

END) Dow Jones Newswires

July 26, 2021 12:09 ET ( 16:09 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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