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MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Anleger warten auf US-Inflation

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)An den europäischen Aktienmärkten setzt sich am Dienstagmittag keine einheitliche Tendenz durch. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,1 Prozent auf 4.185 Punkte nach und tendiert knapp behauptet, der DAX kann sich dagegen mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 15.715 Punkte gut behaupten. Laut Händlern fehlen weiterhin die Impulse für einen dynamischen Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen und Monate. Der Markt wartet auf die Bekanntgabe der neuen Daten zur Entwicklung der US-Inflation am Nachmittag.

Nachdem bereits die Erzeugerpreise (PPI) mit 8,3 Prozent gegen Vorjahr auf ein Allzeithoch gesprungen waren, wird auch bei den Verbraucherpreisen mit einer kräftigen Verteuerung der Lebenshaltung gerechnet: Im Schnitt gehen Volkswirte von 5,4 Prozent höheren Preisen aus. Selbst die schöngerechnete Kernrate, die Inflation ohne die für die Verbraucher wichtigen Nahrungsmittel- und Energiepreise, wird deutlich über der 4 Prozent Marke gesehen.


Renditen ziehen weiter an

Einfluss auf die Politik der US-Notenbank wird derweil selbst bei diesen hohen Daten kaum erwartet. "Sie verkaufen uns weiter die Story von der 'nur temporär erhöhten' Inflation", sagt ein Händler. Der Markt glaube dies nicht, daher kletterten die US-T-Bond-Renditen weiter nach oben. Die Entwicklung der realen Renditen zeige, dass Investoren sich Sorgen über den Wachstumsausblick machten, jedoch auf eine weiter anhaltend hohe Inflation setzten, heißt es von den Analysten der Unicredit.

Speziell in Europa und Deutschland gibt es weitere Themen: Der große Verfall am Freitag am Terminmarkt sowie die große Indexreform mit dem von 30 auf 40 Werte erweiterten DAX zum Start in die kommenden Woche. Abzuwarten bleibt, ob die momentan geringe Liquidität für eine erhöhte Volatilität sorgen wird, also für größere Ausschläge.

Aber auch der Schatten der Bundestagswahlen könnte die DAX-Entwicklung ein wenig eintrüben, wenn sich Investoren im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Rot-Grün-Rote Bundesregierung am Terminmarkt positionieren sollten.


Vonovia will Deutsche Wohnen

Bei den Einzelwerten stehen Vonovia im Blick. Die Gesellschaft wolle den Deutsche-Wohnen-Deal um fast jeden Preis durchziehen, heißt es. Denn bei der geplanten Übernahme wird nun auf die Mindestannahmeschwelle sowie auf sämtliche weiteren Vollzugsbedingungen des Übernahmeangebotes verzichtet. Zumindest der Angebotspreis bleibt, wie angekündigt, das letzte Angebot. Deutsche Wohnen legen 0,7 Prozent zu, Vonovia um 0,5 Prozent. Stärkste DAX-Aktie sind Deutsche Post, die um 1,7 Prozent steigen.

Aktien von Deutz springen um 5,9 Prozent aufwärts: "Der starke Auftragsbestand hatte jüngst bereits gezeigt, dass es bei Deutz momentan rund läuft", so ein Aktienhändler zur erneuten Prognoseanhebung der Kölner. Das Unternehmen scheine die Probleme mit der Lieferkette im Griff zu haben und mögliche Preiserhöhungen weitergeben zu können. Nach der Gewinnwarnung geht es für die Aktie von Norma um 15,5 Prozent nach unten. Der Schritt kommt nach Aussage eines Aktienhändlers überraschend.

Bei Siemens-Healthineers-CEO Bernd Montag steigt die Laune, er hat die Anhebung der Mittelfristziele für den Kapitalmarkttag im November per Handelsblatt-Interview angekündigt. Die Aktien legen um 1,5 Prozent zu. Hauptverlierer im DAX mit 2,7 Prozent Minus sind die Aktien der Merck KGaA. Sie sind von der UBS auf "Sell" abgestuft worden. Dazu liegt das neue Kursziel von 170 Euro deutlich unter dem aktuellen Kurs bei 195 Euro.

Der Aktienrückkauf von Pandora in Kopenhagen wird positiv gewertet, der laufende Rückkauf wird auf 3,5 Milliarden dänische Kronen angehoben. Nach dem Turnaround befindet sich das Unternehmen nun auf Wachstumskurs. Die Aktien legen um 5,3 Prozent zu.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.185,15 -0,1% -4,38 +17,8%
Stoxx-50 3.572,71 -0,1% -4,47 +14,9%
DAX 15.715,14 +0,1% 13,72 +14,6%
MDAX 35.735,84 -0,2% -62,84 +16,0%
TecDAX 3.878,86 +0,3% 11,48 +20,7%
SDAX 17.044,59 -0,4% -64,09 +15,4%
FTSE 7.049,59 -0,3% -18,84 +9,4%
CAC 6.649,91 -0,4% -27,02 +19,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,31 +0,02 +0,27
US-Zehnjahresrendite 1,34 +0,02 +0,42

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:10 Mo, 17.32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1801 -0,1% 1,1808 1,1816 -3,4%
EUR/JPY 129,98 +0,0% 129,98 129,92 +3,1%
EUR/CHF 1,0886 -0,0% 1,0888 1,0882 +0,7%
EUR/GBP 0,8513 -0,3% 0,8537 0,8533 -4,7%
USD/JPY 110,14 +0,1% 110,08 109,96 +6,6%
GBP/USD 1,3863 +0,2% 1,3831 1,3846 +1,4%
USD/CNH (Offshore) 6,4423 -0,0% 6,4453 6,4425 -0,9%
Bitcoin
BTC/USD 46.018,51 +1,9% 45.254,51 44.456,76 +58,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 70,86 70,45 +0,6% 0,41 +47,6%
Brent/ICE 74,03 73,51 +0,7% 0,52 +45,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.786,89 1.793,78 -0,4% -6,89 -5,9%
Silber (Spot) 23,58 23,73 -0,6% -0,15 -10,7%
Platin (Spot) 950,00 965,30 -1,6% -15,30 -11,3%
Kupfer-Future 4,31 4,36 -1,2% -0,05 +22,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

END) Dow Jones Newswires

September 14, 2021 07:05 ET ( 11:05 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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