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MÄRKTE USA/Börsen mit Aufschlägen - BIP-Daten belasten nicht

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen haben am Donnerstag leichte Kursgewinne verzeichnet. Schwächere Konjunkturdaten befeuerten die Hoffnungen auf eine noch länger andauernde Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. Gleichwohl waren die Anleger auch etwas besorgt, dass die Erholung der globalen Weltwirtschaft sich coronabedingt verlangsamen könnte. Zudem lief die Berichtssaison weiter auf vollen Touren.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent höher bei 35.084 Punkte, der S&P-500 notierte ebenfalls 0,4 Prozent fester. Beide Indizes markierten neue Rekordhochs, die aber nur geringfügig über den vorigen lagen. Der Nasdaq-Composite gewann 0,1 Prozent. Dabei gab es insgesamt 2.278 (Mittwoch: 2.036) Kursgewinner und 1.033 (1.236) -verlierer. Unverändert schlossen 135 (159) Titel.

Am Mittwoch hatten die Kurse von der Entscheidung der US-Notenbank profitiert, an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten. Nach Aussage der Fed haben die von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Sektoren der Wirtschaft zwar Fortschritte gemacht, sich aber noch nicht vollständig erholt.

Das spiegelte sich auch in den am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im zweiten Quartal zwar deutlich um 6,5 Prozent zu, Volkswirte hatten den Anstieg aber auf 8,4 Prozent geschätzt. Überdies wurden in der vergangenen Woche zwar weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als in der Woche davor, aber doch mehr als erwartet. "Die Fed könnte recht haben, dass Wachstum und Inflation nun am Peak sind", kommentierte ein Händler die Daten. Das wiederum könnte eine geldpolitische Straffung hinauszögern. "Damit sind die Daten nicht marktunfreundlich", so der Marktteilnehmer.


Facebook und Paypal geben nach - Robinhood mit schwachem Börsendebüt

Erneut musste der Markt eine Fülle von Quartalsausweisen verarbeiten. Daneben stand der mit Spannung erwartete Börsengang des Online-Brokers Robinhood Markets auf der Agenda. Der erste Kurs hatte bei 38 Dollar gelegen, was dem Ausgabepreis entsprach und am unteren Ende der ausgegebenen Spanne lag. Zu Handelsschluss notierte die Aktie bei 34,82 Dollar, ein Abschlag von 8,4 Prozent zum Ausgabepreis.

Facebook (-4,0%) enttäuschte mit dem Ausblick, während der Quartalsausweis stark ausfiel und die Erwartungen übertraf. Bei Paypal (-6,2%) schrumpfte der Gewinn weniger stark als befürchtet, und der Zahlungsdienstleister hob seine Jahresgewinnprognose an. Allerdings verfehlte der Umsatz im Quartal die Konsensschätzung knapp.

Ford (+3,8%) meldete nicht nur überraschend einen Gewinn, sondern sieht auch das Problem mit Lieferengpässen bei Chips kleiner werden, das die Produktion vieler Fahrzeughersteller seit Monaten behindert. Um 15,2 Prozent abwärts ging es mit der Aktie von Nikola, nachdem die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Manhattan Anklage gegen den Unternehmensgründer und zeitweiligen Chairman Trevor Milton erhoben hat. Ihm wird vorgeworfen, die Anleger mit falschen Angaben zur Produkt- und Technologieentwicklung des Unternehmens zum Kauf von Nikola-Aktien veranlasst zu haben.

Der Pharmakonzern Merck & Co (-1,8%) hat für das zweite Quartal einen um die Hälfte geschrumpften Gewinn vermeldet. Auf bereinigter Basis lag das Ergebnis jedoch im Rahmen der Erwartungen. Nach Börsenschluss werden Amazon und T-Mobile US Zahlen vorlegen.

Aktien des chinesischen Fahrdienstvermittlers Didi Global (+11,2%) waren vorbörslich zeitweise um über 40 Prozent nach oben geschossen, nachdem aus informierten Kreisen verlautet war, das erst seit kurzer Zeit börsennotierte Unternehmen wolle sich schon wieder von der Börse zurückziehen, um die chinesischen Behörden zu beschwichtigen. Didi hat derartige Pläne jedoch dementiert. China hat in jüngster Zeit harte regulatorische Maßnahmen vor allem gegen Internet- und Technologieunternehmen ergriffen, die deren Aktien auf Talfahrt schickten.


Dollar gibt weiter nach

Der Dollar hatte schon am Mittwoch in Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank nachgegeben und schwächelte am Donnerstag weiter. Der Dollarindex gab 0,5 Prozent nach, der Euro stieg auf 1,1888 Dollar.

Am Anleihemarkt zogen die Renditen derweil wieder etwas an. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 4,1 Basispunkte auf 1,27 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch auf niedrigem Niveau.

Der Goldpreis profitierte vom schwächeren Dollar, aber auch von niedrigeren Realzinsen. Diese senken die Opportunitätskosten des Edelmetalls, hieß es. Ein Bericht des World Gold Council, dem zufolge die Nachfrage nach Gold in der ersten Hälfte dieses Jahres verglichen mit dem Vorjahr zurückgegangen ist, belastete nicht. Die Ölpreise legten etwas zu, gestützt vom schwächeren Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 35.084,33 +0,4% 153,40 +14,6%
S&P-500 4.419,14 +0,4% 18,50 +17,7%
Nasdaq-Comp. 14.778,26 +0,1% 15,68 +14,7%
Nasdaq-100 15.048,36 +0,2% 30,26 +16,8%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,20 -0,8 0,21 8,2
5 Jahre 0,73 2,1 0,71 37,3
7 Jahre 1,03 3,5 0,99 37,7
10 Jahre 1,27 4,1 1,23 35,5
30 Jahre 1,92 3,6 1,88 27,1

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Uhr Mi, 18:43 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1888 +0,4% 1,1857 1,1813 -2,7%
EUR/JPY 130,13 -0,1% 130,15 129,99 +3,2%
EUR/CHF 1,0772 -0,1% 1,0780 1,0787 -0,4%
EUR/GBP 0,8513 -0,0% 0,8510 0,8509 -4,7%
USD/JPY 109,47 -0,4% 109,78 110,04 +6,0%
GBP/USD 1,3964 +0,4% 1,3933 1,3883 +2,2%
USD/CNH (Offshore) 6,4577 -0,5% 6,4745 6,4997 -0,7%
Bitcoin
BTC/USD 39.655,26 -1,1% 40.125,01 39.877,51 +36,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 73,62 72,39 +1,7% 1,23 +52,8%
Brent/ICE 76,10 74,74 +1,8% 1,36 +48,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.828,31 1.807,13 +1,2% +21,19 -3,7%
Silber (Spot) 25,55 24,98 +2,3% +0,57 -3,2%
Platin (Spot) 1.066,60 1.068,13 -0,1% -1,53 -0,4%
Kupfer-Future 4,53 4,48 +1,0% +0,05 +28,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err

END) Dow Jones Newswires

July 29, 2021 16:14 ET ( 20:14 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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