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MÄRKTE USA/Börsen mit Aufschlägen - Schwächeres BIP belastet nicht

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen zeigen sich am Donnerstag mit leichten Kursaufschlägen. Schwächere Konjunkturdaten befeuern die Hoffnungen auf eine noch länger andauernde Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. Gleichwohl sind die Anleger auch etwas besorgt, dass die Erholung der Weltwirtschaft sich coronabedingt verlangsamen könnte. Zudem läuft die Berichtssaison weiter auf vollen Touren.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) legt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent zu auf 35.115 Punkte, der S&P-500 gewinnt 0,6 Prozent. Beide Indizes markierten neue Rekordhochs, die aber nur geringfügig über den vorigen lagen. Der technologielastige Nasdaq-Composite notiert 0,4 Prozent fester.

Am Mittwoch hatten die Kurse von der Entscheidung der US-Notenbank profitiert, an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten. Nach Aussage der Fed haben die von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Sektoren der Wirtschaft zwar Fortschritte gemacht, sich aber noch nicht vollständig erholt.

Das spiegelt sich auch in den am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im zweiten Quartal zwar deutlich um 6,5 Prozent zu, Volkswirte hatten den Anstieg aber auf 8,4 Prozent geschätzt. Überdies wurden in der vergangenen Woche zwar weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als in der Woche davor, aber doch mehr als erwartet. "Die Fed könnte recht haben, dass Wachstum und Inflation nun am Peak sind", kommentiert ein Händler die Daten. Das wiederum könnte eine geldpolitische Straffung hinauszögern. "Damit sind die Daten nicht marktunfreundlich", so der Marktteilnehmer.


Facebook und Paypal schwächer - Didi trotz Delisting-Dementi sehr fest

Erneut muss der Markt eine Fülle von Quartalsausweisen verarbeiten. Daneben steht der mit Spannung erwartete Börsengang des Online-Brokers Robinhood Markets auf der Agenda. Der Ausgabepreis von 38 Dollar liegt am unteren Ende der zunächst genannten Spanne.

Facebook (-3,6%) enttäuschte mit dem Ausblick, während der Quartalsausweis stark ausfiel und die Erwartungen übertraf. Bei Paypal (-5,0%) schrumpfte der Gewinn weniger stark als befürchtet, und der Zahlungsdienstleister hob seine Jahresgewinnprognose an. Allerdings verfehlte der Umsatz im Quartal die Konsensschätzung knapp.

Ford (+3,4%) meldete nicht nur überraschend einen Gewinn, sondern sieht auch das Problem mit Lieferengpässen bei Chips kleiner werden, das die Produktion vieler Fahrzeughersteller seit Monaten behindert. Um 8,2 Prozent abwärts geht es mit der Aktie von Nikola, nachdem die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Manhattan Anklage gegen den Unternehmensgründer und zeitweiligen Chairman Trevor Milton erhoben hat. Ihm wird vorgeworfen, die Anleger mit falschen Angaben zur Produkt- und Technologieentwicklung des Unternehmens zum Kauf von Nikola-Aktien veranlasst zu haben.

Der Pharmakonzern Merck & Co (-1,7%) hat für das zweite Quartal einen um die Hälfte geschrumpften Gewinn vermeldet. Auf bereinigter Basis lag das Ergebnis jedoch im Rahmen der Erwartungen. Nach Börsenschluss werden Amazon und T-Mobile US Zahlen vorlegen.

Aktien des chinesischen Fahrdienstvermittlers Didi Global (+10,5%) waren vorbörslich zeitweise um über 40 Prozent nach oben geschossen, nachdem aus informierten Kreisen verlautet war, das erst seit kurzer Zeit börsennotierte Unternehmen wolle sich schon wieder von der Börse zurückziehen, um die chinesischen Behörden zu beschwichtigen. Didi hat derartige Pläne jedoch dementiert. China hat in jüngster Zeit harte regulatorische Maßnahmen vor allem gegen Internet- und Technologieunternehmen ergriffen, die deren Aktien auf Talfahrt schickten.


Dollar gibt weiter nach

Der Dollar hat schon am Mittwoch in Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank nachgegeben und schwächelt am Donnerstag weiter. Der Dollarindex gibt 0,5 Prozent nach, der Euro steigt auf rund 1,1885 Dollar.

Am Anleihemarkt ziehen die Renditen derweil wieder etwas an. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt auf 1,26 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch auf niedrigem Niveau.

Der Goldpreis profitiert vom schwächeren Dollar, aber auch von niedrigeren Realzinsen. Diese senken die Opportunitätskosten des Edelmetalls, wie es heißt. Ein Bericht des World Gold Council, dem zufolge die Nachfrage nach Gold in der ersten Hälfte dieses Jahres verglichen mit dem Vorjahr zurückgegangen ist, belastet nicht. Die Ölpreise legen ebenfalls zu, gestützt vom schwächeren Dollar.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 35.114,58 +0,5% 183,65 +14,7%
S&P-500 4.425,17 +0,6% 24,53 +17,8%
Nasdaq-Comp. 14.821,21 +0,4% 58,63 +15,0%
Nasdaq-100 15.078,17 +0,4% 60,08 +17,0%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,20 -0,4 0,21 8,6
5 Jahre 0,73 1,3 0,71 36,5
7 Jahre 1,01 2,1 0,99 36,3
10 Jahre 1,26 2,7 1,23 34,1
30 Jahre 1,91 2,4 1,88 25,9

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Uhr Mi, 18:43 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1885 +0,3% 1,1857 1,1813 -2,7%
EUR/JPY 130,15 -0,0% 130,15 129,99 +3,2%
EUR/CHF 1,0767 -0,1% 1,0780 1,0787 -0,4%
EUR/GBP 0,8509 -0,1% 0,8510 0,8509 -4,7%
USD/JPY 109,52 -0,4% 109,78 110,04 +6,0%
GBP/USD 1,3967 +0,4% 1,3933 1,3883 +2,2%
USD/CNH (Offshore) 6,4588 -0,4% 6,4745 6,4997 -0,7%
Bitcoin
BTC/USD 39.982,26 -0,3% 40.125,01 39.877,51 +37,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 73,23 72,39 +1,2% 0,84 +52,0%
Brent/ICE 75,63 74,74 +1,2% 0,89 +48,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.830,92 1.807,13 +1,3% +23,79 -3,5%
Silber (Spot) 25,77 24,98 +3,2% +0,79 -2,4%
Platin (Spot) 1.072,50 1.068,13 +0,4% +4,38 +0,2%
Kupfer-Future 4,53 4,48 +1,0% +0,05 +28,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/cln

END) Dow Jones Newswires

July 29, 2021 12:14 ET ( 16:14 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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T-Mobile US Inc. 107,90 +0,02%
EUR +0,02
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