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MÄRKTE USA/Wall Street startet schwächer - Zinsängste belasten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Angst vor steigenden Zinsen lässt die US-Börsen schwächer in den Freitagshandel starten. Belastend wirken Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard. Dieser rechnet mit der ersten Zinserhöhung der Fed schon im kommenden Jahr - und damit noch früher, als es die jüngst erst revidierten Prognosen der US-Notenbank nahelegten. Der Große Verfall am Freitag dürfte ebenfalls zur Volatilität des Marktes beitragen.

Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 1,0 Prozent auf 33.483 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,8 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 0,5 Prozent.

Im Anschluss an ihre Zinssitzung hatte die US-Notenbank am Mittwoch einen geldpolitischen Kurswechsel signalisiert. Mit ihrer Einschätzung, dass die Zinsen schon bis Ende 2023 steigen dürften, untermauerte die Fed Erwartungen, dass sie gegen die steigende Inflation vorgehen werde. Damit hat sie aber auch der Rally am Aktienmarkt den Wind aus den Segeln genommen. Vor allem Aktien von Unternehmen, die als Nutznießer einer Erholung der Wirtschaft gelten, haben einen Dämpfer erhalten.

Wenn die Fed zunächst ihre Anleihekäufe zurückfahre und dann auch noch die Zinsen erhöhe, werde sie den Drachen namens Inflation zähmen, meint Gregory Perdon, Co-CIO bei Arbuthnot Latham. Und wenn die Inflation erst gezähmt sei, dürften Anleger vorzugsweise lang laufende oder zinssensitive Assets kaufen.

Kurzfristig wird die Inflation nach Meinung von Perdon jedoch noch etwas anziehen, was mit Lieferengpässen, besonders bei Computerchips, der gestiegenen Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen sowie den Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen zusammenhänge. Daher dürften Aktien vorerst weiter zulegen, erwartet er. Perdon verweist darauf, dass die Fed bislang einen Kurswechsel nur signalisiert habe, aber diesbezüglich noch nicht aktiv geworden sei.

Wichtige Konjunkturdaten oder Unternehmensereignisse sind für den Wochenausklang nicht angekündigt.


Starke Geschäftszahlen stützen Adobe - Smith & Wesson haussieren

Überraschend gute Geschäftszahlen verhelfen Adobe zu einem Plus von 1,6 Prozent. Auch Smith & Wesson (+9,2%) hat besser abgeschnitten als erwartet und darüber hinaus noch einen Aktienrückkauf angekündigt. Aktien zurückkaufen will auch Fox Corp (kaum verändert). Der Board des Unternehmens hat dazu am Donnerstag seine Zustimmung gegeben.

US Steel rücken um 1,2 Prozent vor. Die Aktie des Stahlkonzerns hatte am Donnerstag bis zur Schlussglocke um 7,7 Prozent nachgegeben. Nach Handelsschluss hob das Unternehmen dann seine Gewinnprognose an.

Daneben gibt es noch ein Börsendebüt: Die Aktie des in Berlin ansässigen Biotechunternehmens Atai Life Sciences wird am Freitag erstmals an der Nasdaq gehandelt. Der Ausgabepreis wurde auf 15 Dollar festgelegt und damit am oberen Ende der zuvor genannten Spanne. Bislang steht jedoch noch kein erster Kurs fest.


Dollar legt mit Bullard-Aussagen weiter zu

Der Dollar baut seine jüngsten Gewinne nach den Bullard-Aussagen aus; der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent. Der Euro fällt unter die Marke von 1,19 Dollar auf aktuell rund 1,1870. Analystin You-Na Park-Heger von der Commerzbank stellt die Frage, wie weit die Rally noch gehen kann. Es bleibe schließlich dabei, dass hohe Inflationszahlen für den Dollar negativ seien, solange die Geldpolitik nicht angemessen reagiere. Ob es aber angemessen sei, eventuell übernächstes Jahr die Zinsen anzuheben, wenn aktuell bereits die Inflationsrate das Notenbankziel deutlich überschritten?

Aber immerhin bewege sich die US-Notenbank, was man von der EZB nicht sagen könne. Eine Notenbank im Krisenmodus, die laut Präsidentin Christine Lagarde noch nicht einmal darüber rede, ob eine Reduzierung der Anleihekäufe notwendig sein könnte, erscheine im Vergleich deutlich hinter der Kurve. Aussagen von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane, dass September zu früh sein könnte, um über einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik zu diskutieren, deuteten darauf hin, dass sich an der EZB-Haltung auch erstmal nichts ändern werde.

Der festere Dollar bremst die Ölpreise. Gold tendiert gut behauptet. Dem zinslos gehaltenen Edelmetall kommen die am Vortag wieder deutlich gesunkenen Anleiherenditen zugute. Aktuell kommen die Renditen leicht zurück. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1 Basispunkt auf 1,50 Prozent.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 33.482,91 -1,01% -340,54 +9,4%
S&P-500 4.190,26 -0,75% -31,60 +11,6%
Nasdaq-Comp. 14.097,07 -0,45% -64,28 +9,4%
Nasdaq-100 14.105,48 -0,41% -58,33 +9,4%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,25 3,7 0,21 13,3
5 Jahre 0,92 4,1 0,88 56,1
7 Jahre 1,27 1,2 1,26 61,9
10 Jahre 1,50 -1,1 1,51 57,9
30 Jahre 2,07 -2,8 2,10 42,3

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:28 Uhr Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1866 -0,34% 1,1902 1,1922 -2,8%
EUR/JPY 130,99 -0,23% 131,00 131,55 +3,9%
EUR/CHF 1,0938 +0,12% 1,0933 1,0928 +1,2%
EUR/GBP 0,8574 +0,24% 0,8572 0,8557 -4,0%
USD/JPY 110,39 +0,12% 110,04 110,35 +6,9%
GBP/USD 1,3840 -0,58% 1,3886 1,3932 +1,3%
USD/CNH (Offshore) 6,4573 -0,00% 6,4504 6,4567 -0,7%
Bitcoin
BTC/USD 37.102,01 -1,67% 37.921,26 38.843,51 +27,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,03 71,04 -0,01% -0,01 +46,4%
Brent/ICE 72,69 73,08 -0,53% -0,39 +41,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.775,61 1.773,55 +0,12% +2,06 -6,4%
Silber (Spot) 26,01 25,93 +0,33% +0,09 -1,4%
Platin (Spot) 1.057,05 1.058,00 -0,09% -0,95 -1,2%
Kupfer-Future 4,17 4,18 -0,24% -0,01 +18,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

END) Dow Jones Newswires

June 18, 2021 09:52 ET ( 13:52 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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NASDAQ Composite 14.836,99 +1,04%
PKT +152,39
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Bitcoin / Euro 27.695,8000 -0,12%
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