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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ AKTIENMÄRKTE (13.04 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
E-Mini-Future S&P-500 4.449,25 +0,1% +19,3%
E-Mini-Future Nasdaq-100 15.416,75 +0,2% +19,8%
Euro-Stoxx-50 4.172,91 -0,4% +17,5%
Stoxx-50 3.560,45 -0,4% +14,6%
DAX 15.689,65 -0,2% +14,4%
FTSE 7.035,82 +0,0% +8,9%
CAC 6.612,14 -0,6% +19,1%
Nikkei-225 30.511,71 -0,5% +11,2%
EUREX Stand +/- Punkte
Bund-Future 171,90% -0,01


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,45 70,46 +1,4% 0,99 +48,8%
Brent/ICE 74,53 73,60 +1,3% 0,93 +46,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.802,81 1.804,50 -0,1% -1,97 -5,0%
Silber (Spot) 23,86 23,88 -0,1% -0,02 -9,6%
Platin (Spot) 947,65 943,58 +0,4% +4,08 -11,5%
Kupfer-Future 4,35 4,32 +0,7% +0,03 +23,3%


+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Die Wall Street dürfte nur einen Teil der Vortagesverluste wettmachen. Die negative Reaktion auf die für den Aktienmarkt eigentlich günstige Inflationsentwicklung am Vortag habe gezeigt, dass die Abwärtsrisiken an den Börsen gestiegen seien, heißt es. Die Sorgen über die wirtschaftliche Erholung stiegen angesichts der Coronainfektionen und schleppenden Impferfolge. Auch die ökonomische Lage in China mit dem wankenden Immobilienriesen Evergrande bereite Sorgen, heißt es weiter mit Blick auf schwache Daten. Zum Zustand der US-Wirtschaft erhoffen sich Marktteilnehmer vom Empire State Manufacturing Index sowie von der Industrieproduktion Hinweise. Nach den jüngsten Verbraucherpreisen dürfen die ebenfalls anstehenden Import- und Exportpreise etwas an Brisanz im Hinblick auf die Inflationsentwicklung verlieren.

Microsoft steigen vorbörslich um 1,5 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Dividende angehoben und den Rückkauf von Aktien im Umfang angekündigt hat.

Skillsoft verbessern sich um 4,5 Prozent. Der Anbieter von Online-Kursen hatte überzeugende Zweitquartalszahlen veröffentlicht und dabei seinen Ausblick erhöht.

Kaival Brands brechen um 25,3 Prozent ein. Das Unternehmen, das Einweg-E-Zigaretten der Marke Bidi vertreibt, hatte bei Vorlage seiner Drittquartalszahlen die Umsatzprognose drastisch gesenkt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


- US
14:30 Empire State Manufacturing Index September
PROGNOSE: 17,5
zuvor: 18,3

14:30 Import- und Exportpreise August
Importpreise
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm

15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung August
Industrieproduktion
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm
Kapazitätsauslastung
PROGNOSE: 76,4%
zuvor: 76,1%

16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen
Energy Information Administration (EIA)


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die zuletzt dominierende Seitwärtsbewegung setzt sich fort. Der Dämpfer kommt wieder einmal aus China: Dort sind Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion schwächer als erwartet ausgefallen. Damit machen sich weiter Sorgen breit, das Hoch der Erholung nach Corona könnte bereits überschritten sein. Sorgen macht auch die Inflation: Die neuen Daten zu den Erzeugerpreisen aus Großbritannien zeigen weiter explodierende Preise. Der schwächere Einzelhandel in China drückt vor allem die stark davon abhängenden Luxusmarken. Kering und LVMH um bis zu 2,6 Prozent, Hugo Boss sogar um 3,9 Prozent, Dior und Richemont bis zu 2,4 Prozent. Geschäftszahlen haben die Modeketten Inditex (-1,9%) und Hennes & Mauritz (-3,6%) vorgelegt. H&M hat den Umsatz im dritten Geschäftsquartal deutlich gesteigert, liegt damit aber noch immer 5 Prozent unterhalb der Markterwartung. Schwach im Markt liegen Aktien von Essenslieferern wie Delivery Hero (-0,9%) und Hellofresh (-1,2%). Grund sind Befürchtungen über einen weiteren Ausbau der Partnerschaft von Amazon mit Deliveroo in Großbritannien. Der Aktien legen 0,7 Prozent zu, während die Konkurrenztitel von Just Eat Takeaway um fast 4 Prozent einbrechen. Brenntag (-0,6%) hat den Ausblick erneut angehoben. Allerdings hätten einige Analysten bereits mit noch höheren Zielmarken gerechnet, heißt es. Varta rutschen um 2,6 Prozent ab. Apple hatte kein Update zu seinen Airpods geliefert. Mediaset drehen nach festem Start um 0,7 Prozent ins Minus. Händler sehen nur Gewinnmitnahmen, denn schließlich konnte der Medienkonzern die Rückkehr in die Gewinnzone vermelden.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7:50 Do, 17:40 % YTD
EUR/USD 1,1830 +0,2% 1,2096 1,2071 -3,1%
EUR/JPY 129,2351 -0,2% 132,4629 132,2888 +2,5%
EUR/CHF 1,0843 -0,1% 1,0943 1,0946 +0,3%
EUR/GBP 0,8557 +0,1% 0,8606 0,8602 -4,2%
USD/JPY 109,2540 -0,4% 109,5195 109,5875 +5,8%
GBP/USD 1,3825 +0,1% 1,4054 1,4032 +1,2%
USD/CNH offshore 6,4278 -0,1% 6,4405 6,4509 -1,2%
Bitcoin
BTC/USD 47.538,01 +1,81% 49.676,26 50.025,50 +63,6%


Die Devisenanalysten von Morgan Stanley sehen den Euro als Verlierer der Inflationsentwicklung, dieser dürfte kurzfristig fallen. Sie verweisen auf höhere Realzinsen in den USA im Vergleich zu Europa wegen unterschiedlicher Geldpolitik und Wachstumsperspektiven. Die Europäische Zentralbank agiere weiterhin "asymmetrisch taubenhaft". Daher nehmen die Experten einen bärischen Blickwinkel zum Euro ein

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Überwiegend leichter haben sich die Börsen gezeigt. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China dämpften die Kauflaune, schürten zugleich aber auch Spekulationen auf weitere Wirtschaftsstimuli der chinesischen Notenbank. Die US-Notenbank könnte ihre Unterstützung dagegen schon bald zurückfahren, hieß es mit Blick auf die US-Verbraucherpreise. In Schanghai profitierten die Aktienkurse nur vorübergehend von der Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungen nach teils deutlich unter Erwarten ausgefallenen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion. Hongkong setzte die Talfahrt fort. Damit stellte die Börse klar das Schlusslicht. Pläne der Regierung von Macau, die dort ansässigen Spielcasinos einer strengeren Kontrolle zu unterwerfen, ließen deren Aktien einbrechen. Wynn Macau stürzten um fast 28 Prozent ab, Sands China um 31 und Galaxy Entertainment um 18 Prozent. Die seit Wochen unter Druck stehende Aktie des wankenden Immobilienriesen China Evergrande verlor weitere 4 Prozent. Das chinesische Wohnungsministerium habe den Banken mitgeteilt, dass Evergrande Zinszahlungen nicht leisten könne, so Bloomberg. In Taiwan verbesserten sich Foxconn um 3,5 Prozent. Das Unternehmen plant die Expansion in den Sektor E-Mobilität in Thailand. Unter den Apple-Zulieferern sanken in Taiwan Largan Precision um 0,4, während Pegatron um 0,2 Prozent und Taiwan Semiconductor Manufacturing um 1,2 Prozent stiegen. Apple hatte neue Produkte vorgestellt. In Seoul stützten die schwergewichteten Samsung Electronics (+0,5%). Gewinnmitnahmen drücken derweil den Nikkei-225. Zu den größten Kursverlierern gehörten Softbank Group (-5,8%). Anleger sorgten sich angesichts der zunehmend strengeren Regulierung in China um die Bewertung der chinesischen Beteiligungen des Unternehmens, hieß es.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Staats- und Unternehmensanleihen treten zur Wochenmitte auf der Stelle. Risikopapiere profitieren von den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen vom Vortag. Die hohen Volumen am Primärmarkt könnten nach Einschätzung der Commerzbank die Spreads zwar belasten, doch die nachlassende Sorge über ein Tapering der US-Notenbank nach Verbraucherpreisen habe die Rahmenbedingungen verbessert und dürfte vorerst weiterhin Unterstützung bieten.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

COMMERZBANK

Die Commerzbank will einem Zeitungsbericht zufolge zwei neue Vorstände ernennen. Der Aufsichtsrat berate derzeit über die Bestellung von Thomas Schaufler, der derzeit bei der österreichischen Erste Group arbeitet, als neuen Privatkundenchef, berichtet das Handelsblatt. Jörg Oliveri del Castillo-Schulz von der Beratungsgesellschaft Roland Berger solle neuer IT-Vorstand werden als Nachfolger von Jörg Hessenmüller.

AUTO1

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 hat auch im zweiten Quartal unter dem Strich einen Verlust eingefahren. Wie aus dem Halbjahresbericht hervorgeht, hat der MDAX-Konzern in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 282,4 (Vorjahr: 63,4) Millionen Euro verbucht, wovon mit 253 Millionen Euro der Löwenanteil auf das erste Quartal entfiel, als Kosten für die frühzeitige Rückzahlung einer Wandelanleihe zur Zeit des Börsengangs im Februar für eine hohe Belastung sorgten.

CROPENERGIES

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 15, 2021 07:07 ET ( 11:07 GMT)

Der Bioethanolhersteller Cropenergies hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 angehoben. Hauptgrund für den verbesserten Ausblick sind die deutlich gestiegenen Ethanolerlöse, wie die Südzucker-Tochter mitteilte. Die Einführung des Kraftstoffs E10, dem Bioethanol beigemischt ist, in Schweden im August und in Großbritannien im September habe zuletzt zu einer höheren Nachfrage geführt.

HAUCK & AUFHÄUSER

Die Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG übernimmt den Kryptoverwahrer Kapilendo Custodian AG und erweitert damit ihr Angebot im Bereich Digital Assets. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Bloxxon AG sei unterzeichnet worden. Laut Mitteilung ist Kapilendo Custodian eines der ersten Unternehmen mit einer Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowerten, die Erlaubnis sei von der Bafin am 14. September erteilt worden. Kapilendo Custodian verwalte kryptografische Schlüssel, die sogenannten Private Keys, die dazu dienen, digitale Assets wie Kryptowährungen zu halten, zu speichern oder zu übertragen.

LIEFERANDO

Der Essenslieferdienst Lieferando und das Pfandsystem Rebowl testen eine Zusammenarbeit: Am Mittwoch startete in Berlin ein Pilotprojekt, wie Lieferando mitteilte. Wer sich in der Hauptstadt über das Portal etwas bestellt, kann das Essen demnach auch in Mehrwegschalen erhalten. Zunächst beteiligen sich 30 Restaurants - im Laufe der auf drei Monate angelegten Pilotphase können laut Unternehmen noch Lokale dazukommen.

MEDIASET

Die Mediaset SpA ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat den Umsatz deutlich gesteigert, dank Werbeeinnahmen, die das Vor-Pandemie-Niveau von 2019 übertrafen.

BNP

BNP Paribas erwirbt die Mehrheit am niederländischen Vermögensverwalter Dynamic Credit. Das Unternehmen soll in die entsprechende Sparte der französischen Großbank integriert werden, aber eigenständig vom Gründer Tonko Gast fortgeführt werden, wie BNP Paribas mitteilte. Finanzielle Details der Transaktion, die noch einer kartellrechtlichen Freigabe bedarf, wurden nicht genannt.

EVERGRANDE

In der südchinesischen Stadt Shenzhen haben sich am Mittwoch den dritten Tag in Folge Demonstranten vor dem Firmensitz des verschuldeten Immobilienriesen Evergrande versammelt. Ein Firmenvertreter habe den verärgerten Geschäftspartnern von Evergrande statt Geld Wohnungen, Parkplätze oder Lagerräume angeboten, berichteten Demonstranten einer Reporterin der Nachrichtenagentur AFP. "Doch das können wir nicht brauchen. Keiner von uns hat zugestimmt", sagte ein Frau namens Wang.

H&M

Die Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat ihren Umsatz im dritten Geschäftsquartal deutlich gesteigert. Wie der schwedische Konzern mitteilte, legten sowohl der stationäre Umsatz in vielen Märkten als auch die Online-Erlöse zu. Auf der anderen Seite beeinträchtigten coronabedingte Einschränkungen die Entwicklung nach wie vor, insbesondere in Asien. Außer in Asien und Ozeanien habe der Umsatz wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 erreicht.

INDITEX

Inditex hat seine dynamische Entwicklung im zweiten Quartal fortgesetzt und beim Umsatz wieder das Vor-Pandemie-Niveau übertroffen. Im Geschäftshalbjahr per Ende Juli schrieb der spanische Moderetailer mit Marken wie Zara und Bershka laut Mitteilung wieder deutlich schwarze Zahlen. Wie die Industria de Diseno Textil SA mitteilte, erwirtschaftete das Unternehmen in den sechs Monaten bis Ende Juli einen Nettogewinn von 1,27 Milliarden Euro, nach einem Nettoverlust von 195 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um fast 50 Prozent auf 11,94 Milliarden Euro.

KKR

Im Bieterwettstreit um den Online-Händler Zooplus lichten sich die Reihen. Der Finanzinvestor KKR hat die Gespräche über ein mögliches freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot beendet, wie die Zooplus AG mitteilte. Am Vortag hatte der Investor Hellman & Friedman seine Übernahmeofferte nach einer deutlichen Erhöhung seines Angebots gestartet. Auch die schwedische EQT hatte Interesse an dem auf Heimtierbedarf spezialisierten Anbieter angemeldet.

ON

On, der Schweizer Performance-Sportschuhhersteller, offeriert seine Aktien im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang in den USA für 24,00 US-Dollar je Anteilsschein. Angeboten werden insgesamt 31.100.000 Stammaktien der Klasse A. Von den Stammaktien der Klasse A bietet die On AG mit Sitz in Zürich 25.442.391 Stück an und bestimmte verkaufende Aktionäre 5.657.609 Stück, wie der Hersteller von Sportschuhen und Sportbekleidung mitteilte.

PAGAYA

Das amerikanisch-israelische Fintech Pagaya Technologies strebt offenbar durch die Hintertür an die Börse. Das Start-up stehe vor der Fusion mit einem Börsenmantel (Spac), sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. In der Transaktion werde das Unternehmen mit rund 9 Milliarden US-Dollar bewertet.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf

END) Dow Jones Newswires

September 15, 2021 07:07 ET ( 11:07 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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