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Mit ruhiger Hand im Prognosezirkus

| Quelle: Lars Brandau | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor allem neue Anlegerinnen und Anleger, die in den zurückliegenden 18 Monaten die Kapitalmärkte als Alternative zum Sparbuch für sich entdeckt haben, kennen bisher überwiegend nur eine Richtung; die nach oben. Das wird sich früher oder später ändern; das ist sicher. Insofern geht es um Orientierung in schwieriger werdenden Marktumfeldern.

Vielfach versprechen sich Anlegende Hilfestellung von Expertinnen und Experten, die die Märkte bereits seit Jahren begleiten und ihren Blick in die Zukunft auch gerne formulieren. Doch wenn man mal ehrlich ist, müssen wir uns alle eingestehen, dass niemand in der Lage ist, die Zukunft seriös vorherzusagen. Und doch wird in der Finanzbranche immer wieder so getan, als würde man genau das können – Irrtum!

Insbesondere wenn es dem Jahresende entgegengeht, lesen wir wieder die unterschiedlichsten Prognosen verschiedener Finanzdienstleister zu den verschiedenen Aktienindizes, Währungen oder Rohstoffen. Ein Jahr später wird dann verglichen, wer den Glückstreffer gelandet hat – und der Zirkus beginnt von Neuem. Ein scheinbar nie endender Kreislauf.

So soll Orientierung gegeben werden, Vermeintliche jedenfalls. Genau das Gegenteil ist aber der Fall. Es wird Anlegenden eine Pseudosicherheit vorgegaukelt, die in Wahrheit gar nicht existiert.

Die kurz- und mittelfristigen Börsenverläufe werden von Ereignissen bestimmt, die noch nicht eingetreten und damit nicht vorhersehbar sind. Das wiederum bedeutet eine ausgesprochen dynamische Herausforderung in Bezug auf das individuelle Risikomanagement des Portfolios.

Was wir gegenwärtig beobachten, ist, dass sich die internationalen Börsen vergleichsweise stabil halten, allerdings viele Einzelaktien sich bereits zunehmend auf dem Weg abwärts bewegen.

Insofern dürfte es für Anlegerinnen und Anleger, die lediglich mehrere Indizes besparen, tendenziell eher schwieriger werden die Steigerungen der zurückliegenden Monate zukünftig aufrecht zu erhalten.

Was sich auch hier einmal mehr anbietet, sind strukturierte Wertpapiere, die gezielt als Beimischung ins Depot allokiert werden; um eben etwas Risiko rauszunehmen oder vielleicht sogar in Einzelpositionen sogar etwas Risiko mit reinzukaufen.

Wichtig ist bei aktiven Investierenden immer, dass sie sich um ihr Finanzmanagement kümmern; das erfordert Zeit, Aufmerksamkeit und eine ruhige Hand; keinesfalls jedoch eine Kristallkugel.

 

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Lars Brandau

Lars Brandau Lars Brandau ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war er unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

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