DAX®15.603,88-1,94%TecDAX®3.504,31-2,41%S&P 500 I4.399,10-1,89%Nasdaq 10014.438,40-2,75%
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen



+++++ TAGESTHEMA I +++++

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus berge die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Lieferketten-Probleme, die in diesem Jahr zu einem Inflationsschub geführt haben, sagte US-Notenbankpräsident Jerome Powell in einem am Montag veröffentlichten Redetext. Powell wird am Dienstag zusammen mit US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats erscheinen. Powells schriftliche Aussagen unterstreichen, wie die neue Variante die Fed in den kommenden Monaten in eine schwierige Lage bringen könnte, wenn sie die Inflation verschärft und gleichzeitig mehr Menschen von der Arbeitssuche abhält, was zu einer weiteren Beschleunigung der Löhne führen könnte.

"Der jüngste Anstieg der Corona-Fälle und das Auftreten der Omikron-Variante stellen Abwärtsrisiken für die Beschäftigung und die Wirtschaftstätigkeit dar und erhöhen die Unsicherheit für die Inflation", so Powell. Größere Besorgnis über das Virus könnten die Bereitschaft der Menschen verringern, zu arbeiten, was den Fortschritt auf dem Arbeitsmarkt verlangsamen und Lieferketten-Probleme verstärken würde. Letztere hätten es den Produzenten erschwert, die starke Nachfrage zu befriedigen, während steigende Energiepreise und Mieten ebenfalls zu einer höheren Inflation beigetragen hätten.

Die Fed gehe weiterhin davon aus, dass die Inflation im Laufe des nächsten Jahres deutlich zurückgehen werde, da die Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage abnehmen dürften, so Powell. Zwar sei das Fortbestehen von Angebotsbeschränkungen nach wie vor schwer vorherzusagen, doch "es scheint, dass die Faktoren, die die Inflation in die Höhe treiben, bis weit ins nächste Jahr hinein anhalten werden."

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist im November nach offiziellen Angaben deutlicher als erwartet gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 50,1 (Oktober: 49,2), wie aus Daten der nationalen Statistikbehörde und der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) hervorgeht. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Stand von 49,6 Punkten prognostiziert.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

06:00 SE/Volvo Car Corp, Ergebnis 3Q, Göteborg

07:00 DE/Adler Group SA, Ergebnis 9 Monate, Berlin

07:00 DE/Voltabox AG, Ergebnis 3Q, Delbrück

08:00 GB/Easyjet plc, Jahresergebnis, Luton

10:30 DE/Bayer AG, PK (online) zu "Gesundheit in Deutschland - Gemeinsam Gestalten"

14:00 FR/Schneider Electric SA, Capital Markets Day (virtuell)

22:05 US/Salesforce.com Inc, Ergebnis 3Q, San Francisco

22:05 US/Hewlett Packard Enterprise Co, Ergebnis 4Q, Palo Alto

Im Tagesverlauf:

- DE/Jenoptik AG, Capital Markets Day (bis 1.12.), Hamburg

DIVIDENDENABSCHLAG


LVMH 3,00 Euro


+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- FR
08:45 Verbraucherpreise November (vorläufig)
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+2,5% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+2,6% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+3,1% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+3,2% gg Vj

Privater Verbrauch Oktober
PROGNOSE: -0,5% gg Vm/-3,6% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/-2,3% gg Vj

BIP 3Q (2. Veröffentlichung)

- DE
09:55 Arbeitsmarktdaten November
Arbeitslosenzahl saisonbereinigt
PROGNOSE: -23.500 gg Vm
zuvor: -39.000 gg Vm
Arbeitslosenquote saisonbereinigt
PROGNOSE: 5,4%
zuvor: 5,4%

- IT
10:00 BIP 3Q (2. Veröffentlichung)

11:00 Verbraucherpreise November (vorläufig)
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj
zuvor: +0,7% gg Vm/+3,0% gg Vj

- EU
11:00 Verbraucherpreise Eurozone November (Vorabschätzung)
Eurozone
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+4,5% gg Vj
zuvor: +0,8% gg Vm/+4,1% gg Vj
Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak)
PROGNOSE: -0,3% gg Vm/+2,3% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+2,0% gg Vj

- US
15:45 Index Einkaufsmanager Chicago November
PROGNOSE: 67,5
zuvor: 68,4

16:00 Index des Verbrauchervertrauens November
PROGNOSE: 110,0
zuvor: 113,8


+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell:
INDEX Stand +/-
DAX-Future 15.275,00 -0,4%
E-Mini-Future S&P-500 4.648,75 -0,0%
E-Mini-Future Nsdq-100 16.390,00 -0,0%
Nikkei-225 28.380,97 +0,3%
Schanghai-Composite 3.571,01 +0,2%
+/- Ticks
Bund -Future 172,17 +24

Vortag:
INDEX Schluss +/-
DAX 15.280,86 +0,2%
DAX-Future 15.317,00 +1,2%
XDAX 15.345,35 +1,4%
MDAX 34.052,04 +0,6%
TecDAX 3.842,93 +0,6%
EuroStoxx50 4.109,51 +0,5%
Stoxx50 3.625,66 +0,5%
Dow-Jones 35.135,94 +0,7%
S&P-500-Index 4.655,27 +1,3%
Nasdaq-Comp. 15.782,83 +1,9%
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 171,93 -53


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

AUSBLICK: Der DAX wird zum Handelsstart am Dienstag im Minus erwartet. Nach der Stabilisierung am Vortag ist bereits wieder deutlicher Abgabedruck zu erkennen. Der Future hat bereits über 400 Punkte von seinem Tageshoch verloren, auf der anderen Seite notieren die Anleihen deutlich im Plus. IG stellt den DAX aktuell bei 15.050 Zählern nach einem Schluss am Vortag bei 15.280 Punkten. Damit würde der Index unter dem Tief vom Vortag in den Handel starten. Die 15.000er-Marke könnte somit im Tagesverlauf getestet werden.

Eine galoppierende Inflation sowie die Aussicht auf einen weiteren (Teil)-Lockdown in weiten Teilen Europas lassen die Anleger vorsichtiger agieren. Die Nachrichtenlage rund um das Omikron-Virus ist weiterhin schwer zu fassen. Während US-Präsident Joe Biden am Montag noch sagte, Omikron sei "kein Grund zur Panik", ließ die Aussage des Moderna-CEO in einem Artikel der FT nach Aussage aus dem Handel aufhorchen, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes gegen die Omrikon-Variante wahrscheinlich geringer sein werde. In Folge hätten die Verkäufe in Risiko-Assets wie Aktien eingesetzt.

RÜCKBLICK: Etwas fester - Nach dem Ausverkauf vom Freitag wegen der Virusvariante Omikron erholten sich die Börsen - dabei ging ihnen im späten Handel einiges an Puste aus. Ärzten zufolge seien die Symptome von Omikron anscheinend milder als zunächst befürchtet, hieß es zur Begründung für die etwas entspanntere Einschätzung der Lage. Allerdings könnte es Wochen dauern, bis wichtige noch offenen Fragen geklärt seien. Der Stoxx-Subindex Öl und Gas erholte sich mit stark steigenden Ölpreisen um 2 Prozent. Der Stoxx-Subindex Reise und Freizeit gewann 1,8 Prozent. Die Einbußen vom Freitag wurden damit aber nicht ansatzweise wettgemacht. Faurecia verloren 7,9 Prozent, nachdem der Automobilzulieferer den Ausblick gesenkt hatte. Dies drückte auch auf Valeo (-3,9%). Übernahmefantasie trieb BT Group um 6,1 Prozent nach oben. Ein Medienbericht spekulierte über ein mögliches Gebot des indischen Konglomerats Reliance Industries, das kürzlich bei einem Gebot für die niederländische Einheit von T-Mobile den Kürzeren gezogen hatte. Die Analysten von AJ Bell halten einen Bieterstreit für vorstellbar.

DAX/MDAX/TECDAX

Gut behauptet - Continental (-4,2%) waren im Sog der gesenkten Faurecia-Prognose größter DAX-Verlierer. Auch Schaeffler, Elringklinger und Deutz schlossen darauf deutlicher im Minus. Die zum Kapitalmarkttag vorgelegten mittelfristigen Ziele von Knorr-Bremse (-0,4%) inspirierten nicht. Bet-at-Home lagen 3,8 Prozent vorne. Als Kurstreiber machte ein Händler die Zahlen zum dritten Quartal des Wettanbieters aus. Dabei habe schon gereicht, dass diese keine negativen Überraschungen beinhaltet hätten. Fest lagen Aktien aus dem Touristiksektor, ohne allerdings auch nur annähernd ihre Freitag-Einbußen wieder aufzuholen. Lufthansa gewannen 1,6, Fraport 1,7 und Tui 1,2 Prozent. Sogenannte Stay-at-Home-Aktien und andere Corona-Gewinner gaben nach. Zalando um 1,3 und Hellofresh um 0,8 Prozent sowie Qiagen um 2,4 und Merck um 1,5 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Mit einem leichten Minus hat sich die Akasol-Aktie zu Wochenbeginn im nachbörslichen Handel gezeigt. Das Unternehmen kann die bisherige Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nicht halten. Dagegen legten die Titel von Northern Data um 5 Prozent zu. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt leitet kein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation mangels Anfangsverdachts ein.

USA - AKTIEN

Erholung - Nach dem Kurseinbruch am "Black Friday" haben sich die Indizes an der Wall Street zu Wochenbeginn erholt. Doch trotz erster beruhigender Aussagen zur neuen Omikron-Variante des Coronavirus blieben Sorgen vor erneuten globalen Beschränkungen mit den bekannten negativen Folgen für die Konjunktur. Wegen der diversen Omikron-Unwägbarkeiten schnitten Technologiewerte besser ab als der breite Markt, nachdem sie bereits in den Hochphasen der Pandemie als Favoriten der Anleger galten. Für die Aktien von Amazon, Apple und die Google-Mutter Alphabet ging es zwischen 1,6 und 2,4 Prozent aufwärts. Impfstoffhersteller wie Biontech/Pfizer und Moderna waren erneut gesucht. Moderna schnellten um weitere 11,8 Prozent nach oben. Das Biotech-Unternehmen will einen Omikron-spezifischen Covid-19-Auffrischungsimpfstoffkandidaten "zügig vorantreiben". Biontech gewannen 4,2 Prozent. Die Aktien von Pfizer (-3,0%) und Novavax (-11,0%) gaben dagegen deutlich nach. Für die Twitter-Aktie ging es um 2,7 Prozent nach unten. Jack Dorsey tritt als CEO

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

November 30, 2021 01:30 ET ( 06:30 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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