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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

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Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

VERSICHERER - Firmen, die ihr Geld mit der Kohleförderung oder Erschließung von neuen Erdgasfeldern verdienen, erhalten kaum noch eine Versicherung. Viele Versicherer sind Mitglieder der Net-Zero Insurance Alliance, die bis 2050 die Emissionen ihres Kerngeschäftes, also aus der Gewährung von Risikodeckungen, auf null bringen wollen. An dieser Stelle kann es zu Konflikten mit den Kunden kommen: Denn um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Versicherer gerade im Bereich Gewerbe und Industrie viel restriktiver sein beim Ausstellen von neuen Policen. Das Problem betrifft nicht nur Kohle- und Erdgasproduzenten, sondern auch Autohersteller. (Süddeutsche Zeitung)

CANNABIS - Die Deutschen sind gespalten in der Frage, ob Cannabis freigegeben werden soll. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die Augsburger Allgemeine haben sich 43 Prozent der Befragten für die Idee der künftigen Ampel-Koalition ausgesprochen. Genauso viele lehnen es allerdings ab, dass Kiffen legalisiert werden soll. Dabei geht nicht nur ein Riss durchs Land, sondern auch durch die Generationen: Zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen sind dafür, Cannabis freizugeben, zwei Drittel der über 65-Jährigen sind dagegen oder unentschieden. (Augsburger Allgemeine)

WAHLALTER - Die CDU lehnt die von der künftigen Ampel-Koalition geplante Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre entschieden ab. "Das Wahlrecht gehört an die Volljährigkeit und damit auch an die Geschäftsfähigkeit gekoppelt. Punkt", sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. Die Ampel habe mit ihrem Koalitionsvertrag ein "buntes Potpourri an Ideen vorgelegt, deren Umsetzung mehr als fraglich erscheint", fügte der CDU-Politiker hinzu. Die Ampel-Parteien wollen das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre senken. Für das Vorhaben ist aber eine Grundgesetzänderung notwendig. (Rheinische Post)

IPO - Die Hälfte der Unternehmen, die in diesem Jahr bei Börsengängen mehr als 1 Milliarde US-Dollar eingenommen haben, werden trotz der weltweit robusten Aktienmärkte unter ihrem Börsenkurs gehandelt. Zu den gescheiterten Börsengängen gehören bekannteste Namen Deliveroo, Oatly und Paytm. Ihre schwache Performance wirft Fragen zu den Bewertungen auf, die Großinvestoren wie Softbank und Warburg Pincus und führende Emissionsbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley den Unternehmen auferlegt haben. 2020 hatten nach einem Jahr nur 27 Prozent der IPOs unter ihrem Emissionspreis gelegen, 2019 waren es 33 Prozent gewesen. (Financial Times)

MOBILFUNK - Bei der Vergabe der Mobilfunkfrequenzen zeichnet sich eine Wende ab. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland können darauf hoffen, dass ihre auslaufenden Lizenzen ohne teure Versteigerung verlängert werden. Das hat Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angedeutet. "Ich kann mir ein Vorgehen vorstellen, die Frequenzen kurzfristig und bedingt zu verlängern und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Vergabeverfahren mit weiteren Flächenfrequenzen bereitzustellen. Dabei würde man dann Versorgungsauflagen machen", sagte er FAZ. Es geht um die begehrten Flächenfrequenzen aus dem Spektrum um 800 Megahertz (Mhz), die 2025 auslaufen. (FAZ)

CORONA - Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr, sieht das Krankenhaussystems ungeachtet der vierten Corona-Welle nicht vor dem Zusammenbruch. Dürr sagte bei Bild TV: "Wir haben in einigen Bundesländern eine dramatische Situation, wir haben bundesweit keine Komplettüberlastung des Systems." Die aktuell starke Belastung hänge damit zusammen, "dass wir zu viele Ungeimpfte auf den Intensivstationen haben". Daher seine Forderung: "Wir brauchen eine Impfkampagne, die sich gewaschen hat." Die FDP hält nach den Worten Dürrs auch an dem Ziel fest, im Frühjahr des kommenden Jahres die Corona-Maßnahmen in Deutschland auslaufen zu lassen. (Bild)

FINANZKRIMINALITÄT - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat vor der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz (IMK) gefordert, die in den vergangenen Monaten in die Kritik geratene Financial Intelligence Unit (FIU) aus dem Aufgabenbereich des Bundesfinanzministeriums zurück zum Bundeskriminalamt (BKA) zu verlagern. Die Verlagerung der Einheit vom BKA zur Generalzolldirektion im Jahr 2017 habe die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erheblich verschlechtert, sagte Herrmann. Die geforderte Rückverlagerung ist einer der Tagesordnungspunkte der IMK. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)

DIGITALISIERUNG - SAP-Chef Christian Klein fordert mehr Entschlossenheit in der Digitalpolitik. Ein Digitalministerium in der Bundesregierung sei "nach wie vor wünschenswert", sagte der Manager in einem Interview mit dem Handelsblatt. "In der Pandemie haben wir ja erlebt, wie wichtig es gewesen wäre, Kompetenzen zu bündeln. Jedes Bundesland hat zum Beispiel seine eigene Lernplattform aufgebaut, das ging in den meisten Fällen schief." (Handelsblatt)

ENERGIEWENDE - Der Strategie- und Innovationschef des Energiekonzerns Eon, Thomas Birr, fordert von der neuen Bundesregierung zum Gelingen der Energiewende neben einem deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien auch einen "Ausbau der Netze". Die Energiewende stehe und falle "mit dem Ausbau der Infrastruktur zur Aufnahme und Verteilung der grünen Energie". Patrick Graichen, Direktor des Think Tanks "Agora Energiewende" betonte in einem Doppelinterview, "die größten Verfechter der Erneuerbaren" stammten "inzwischen aus der Industrie". "Je teurer CO2 auf dem Markt" werde, desto klarer werde, "dass der günstige Strom aus Wind- und Solarenergie kommt", so Graichen: "Die Zukunft des Industriestandorts Deutschland hängt am Ausbau der erneuerbaren Energien. Wer sich dagegen stellt, gefährdet den Industriestandort Deutschland." (Tagesspiegel)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/gos/hab/kla

END) Dow Jones Newswires

November 29, 2021 01:21 ET ( 06:21 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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