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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

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Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

INFEKTIONSSCHUTZGESETZ - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Erwartungen an den Bund-Länder-Gipfel am Donnerstag gedämpft. "Mit der Prognose, dass wir am Donnerstag das Infektionsschutzgesetz substanziell verschärfen, wäre ich vorsichtig", sagte Weil. "Ich gehe nicht davon aus, dass es zu einer Totalrevision des Infektionsschutzgesetzes kommt." Das sei auch nicht notwendig. "Aber es könnte einzelne Nachbesserungen geben, und das wäre gut." Für schärfere Maßnahmen verwies Weil auf das Treffen in der zweiten Dezemberwoche. (Handelsblatt)

EINZELHANDEL/2G - Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass eine Ausweitung der 2G-Regel dem Einzelhandel und dem Gastgewerbe Umsatzeinbußen bringen wird. "Wir gehen davon aus, dass 2G beim stationären Einzelhandel zu Umsatzeinbußen im Dezember von etwa 5,3 Milliarden Euro führen würde", sagte IW-Experte Christian Rusche dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dabei müsse man bedenken, dass die Betriebe bereits im zweiten Jahr im wichtigen Weihnachtsgeschäft unter massiven Beschränkungen leiden. (RND)

EINZELHANDEL/2G - Der Einzelhandel befürchtet durch bundesweite 2G-Regeln in Läden lange Schlangen, Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzverluste. "Mitten im Weihnachtsgeschäft verlieren die betroffenen Einzelhändler bis zu 50 Prozent ihrer Umsätze", sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). "Das ist nach den ohnehin schon kräftezehrenden Lockdowns der vergangenen Monate für viele nicht zu verkraften." Bund und Länder wollen am Donnerstag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen entscheiden. (Funke Mediengruppe)

STAATSVERSCHULDUNG - Die Chefökonomin der Industrieländerorganisation OECD, Laurence Boone, warnt vor der steigenden Verschuldung der Staaten in der Corona-Krise. "Grundsätzlich war es richtig, auch mit Schulden die Wirtschaft zu stützen und damit Arbeitsplätze zu sichern", sagte Boone zu Bild. "Die Verschuldung der europäischen Staaten ist allerdings schon vor der Pandemie stetig angestiegen. Das ist eher Anlass zur Sorge. Größere Sorgen als die Höhe der Schulden macht mir aber die Verwendung des Geldes, in vielen Fällen wird es nicht klug investiert - etwa in Bildung oder die Digitalisierung." (Bild)

INFLATION - OECD-Chefökonomin Laurence Boone warnt vor dauerhaft höheren Inflationsraten. "Im Moment liegt unsere Projektion für Deutschland für das kommende Jahr bei 2,8 Prozent und für 2023 bei 2,2 Prozent: Das sind etwas höhere Inflationsraten, als wir die vergangenen Jahre gewohnt waren", sagte Boone zu Bild. "Die Situation würde dann problematisch, wenn sie länger andauert und Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen angesichts steigender Preise verständlicherweise höhere Löhne fordern würden", so Boone. Sollten die Unternehmen nicht gleichzeitig produktiver werden, würden sie dann ihrerseits versuchen, die höheren Kosten durch höhere Preise auszugleichen. "Das wäre ein Teufelskreis, den wir nicht wollen." (Bild)

INFLATION - Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Carsten Linnemann rechnet auch für das kommende Jahr mit einer Inflationsrate deutlich über dem Zielwert der EZB. "Wir werden signifikant mehr als 2 Prozent - im nächsten Jahr bestimmt 3 Prozent oder mehr im Durchschnitt haben. Das ist meine feste Überzeugung", sagte Linnemann im Bild-Talk Viertel nach Acht. Gründe seien anhaltende Lieferengpässe, Fachkräftemangel und die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale, die man bereits in den USA sehe. Wegen der hohen Teuerung griff Linnemann die Europäische Zentralbank (EZB) an. Die EZB habe ein klares Mandat: das Erhalten der Geldwertstabilität. Sie müsse daher gegensteuern. (Bild)

MINDESTLOHN - Führende Wirtschaftsverbände fordern die Ampel-Koalition auf, von der geplanten Mindestlohn-Erhöhung auf 12 Euro abzusehen. "Mit einem Zwölf-Euro-Mindestlohn können wir im europäischen Wettbewerb nicht bestehen", sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Johannes Bungart, Geschäftsführer des Gebäudereiniger-Verbands BIV, plädiert für "einen Beginn des neuen Mindestlohns nicht vor Januar 20232, damit betroffene Unternehmen besser planen können. Manuela Härtelt-Dören, Präsidentin des Zentralverbands des Friseurhandwerks, fordert, der Mindestlohn solle erst 2024 12 Euro erreichen. Stefan Genth, Chef des Handelsverbands HDE, warnt vor einem "beispiellosen Eingriff in die Tarifhoheit", der Tausende Jobs in Gefahr bringe. (Bild)

EU/SCHWELLENLÄNDER - Die EU plant in den kommenden Jahren massive Infrastrukturinvestitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern, um global an Einfluss zu gewinnen und dabei vor allem China Paroli zu bieten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte bei der Vorstellung der neuen Konnektivitätsstrategie in Brüssel, Europa wolle den Ländern "eine echte Alternative" zum Seidenstraßen-Projekt bieten. Die Global-Gateway-Initiative der EU soll bis 2027 bis zu 300 Milliarden Euro mobilisieren. Das Geld soll vorzugsweise in Digitalisierung, Energie- und Klimaprojekte, Verkehrsinfrastruktur sowie die Gesundheits- und Bildungssysteme fließen. (Börsen-Zeitung)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

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DJG/uxd/kla

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December 02, 2021 01:12 ET ( 06:12 GMT)

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