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Teilschutz ist keine Elementarversicherung

| Quelle: Lars Brandau | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

… aber mehr als ein guter Kompromiss.

Die Flutkatastrophe im Juli hat einmal mehr deutlich vor Augen geführt, wie wichtig eine Versicherung ist und zwar jeweils angepasst auf unterschiedliche Bedürfnisse und Schadensfälle. Wildunfall, Glasbruch oder Naturgewalten – eine Versicherung ist notwendig. Niemand will Geld für Policen ausgeben, die nie in Anspruch genommen werden. So scheinen auch viele Geschädigte vor dem Hochwasser gedacht zu haben, bevor sie ihr Hab und Gut in den Fluten verloren haben. Die Folgen sind bekannt, verheerend und teuer, bis hin zum Totalverlust.

Auch im Finanzbereich können Anlegerinnen und Anleger bei ihrer Aktienanlage zumindest einen Sicherungsmechanismus einbauen. Möglich machen dies strukturierte Wertpapiere wie Anlagezertifikate.

Teilschutz-Produkte wurden entwickelt, um die Risiken der Direktanlage zu verringern. Bonus- und Discount-Zertifikate oder auch Aktienanleihen gehören seit Jahren zu den Klassikern der konservativen Geldanlage. Die Statistiken zeigen, dass diese Form von Zertifikaten von immer mehr Anlegerinnen und Anlegern erworben werden, die zwar vom Anstieg der Märkte profitieren wollen, aber den direkten Einstieg in den Aktienmarkt scheuen. Gemeinsam ist den Produkten, dass sie Sicherheitspuffer und Ausschüttungen nach festen Regeln bieten. Selbst wenn die Aktienkurse nicht steigen, sondern sich seitwärts bewegen oder sogar leicht sinken, können Anlegerinnen und Anleger – anders als bei Aktien – profitieren. Natürlich kann es aber auch bei Teilschutz-Zertifikaten zu Verlusten kommen. Dafür sind aber auch die Ertragschancen höher.

Nehmen wir als ein klassisches Beispiel Express-Zertifikate. Diese Produkte zählen bei Privatanlegern zu den beliebtesten strukturierten Anlageprodukten überhaupt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist sicherlich die Tatsache, dass sich mit ihnen klar definierte Renditeziele mit einer im Vergleich zu Alternativanlagen verhältnismäßig hohen Wahrscheinlichkeit realisieren lassen.

Wichtig ist aber auch hier zu verstehen, dass es sich eben um eine Teilschutz- und nicht um eine 100-prozentige Kapitalgarantie handelt. Es bestehen durchaus Risiken, aber kalkulierbare und das ist das Entscheidende.

Ob Anlegerinnen und Anleger tendenziell eher 100-Prozent Kapitalschutz oder eben einen justierten Teilschutz bei ihren Produkten bevorzugen, das richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen. In jedem Fall aber muss jeder Investor für sein Chance-Risiko-Verhalten am Ende selber geradestehen.

 

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Lars Brandau

Lars Brandau Lars Brandau ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war er unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

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