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US-Dollar: Was macht die Fed?

| Quelle: Societe General... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Letzter USD-relevanter Blick auf die US-Wirtschaft vor der Fed

Die heutigen US-Daten zu Einzelhandelsumsätzen, Industrieproduktion und Produzentenpreisen erlauben vor der entscheidenden Fed-Sitzung am Mittwoch einen letzten Blick darauf, wie es um die US-Wirtschaft steht. Und das ist keineswegs trivial, auch nicht für den US-Dollar.

Denn die Fed hat immer wieder betont, dass sie erst substanzielle Fortschritte sowohl in Richtung ihres Vollbeschäftigungs- als auch Inflationsziels sehen möchte, bevor sie ihre Anleihekäufe zurückfährt. Sprich: Die Wirtschaftsdaten bestimmen, wann die Fed weniger expansiv wird.

Doch die Datenlage ist nicht eindeutig: Zwar steigen die Inflationsrisiken und der Dollar wertete zuletzt nach überraschend hohen Inflationsdaten auf. Das deutet in unseren Augen darauf hin, dass Marktteilnehmer darauf spekulieren, dass die Fed angesichts zunehmender Inflationsrisiken frühzeitig aktiv wird, um diese zu begrenzen.

Gleichzeitig enttäuschten die letzten beiden Arbeitsmarktberichte und versetzten Hoffnungen auf ein baldiges Ende der ultraexpansiven US-Geldpolitik einen Dämpfer, schließlich hatte Fed-Chair Jay Powell eine Reihe guter Arbeitsmarktdaten gefordert, bevor er ein Zurückfahren der Anleihekäufe in Erwägung ziehen würde.

Und genau das macht die morgige Fed-Sitzung so spannend: Marktteilnehmer können sich einfach nicht sicher sein, welche Seite die Fed stärker gewichten wird. Und da werden die heutigen Daten interessant.

Denn Anzeichen einer starken Nachfragesituation würden ein vielversprechendes Licht auf die zu erwartende weitere Erholung am Arbeitsmarkt werfen. Nach den zuletzt enttäuschenden Arbeitsmarktdaten dürfte das Hoffnungen wecken, dass sich die Fed am Mittwoch doch stärker auf steigende Inflationsrisiken konzentriert und ein baldiges Zurückfahren der Anleihekäufe in Aussicht stellen könnte.

Das könnte dem US Dollar heute tatsächlich noch mal unter die Arme greifen. Klar ist aber auch, dass sich kein USD-Händler vor der Sitzung am Mittwoch sonderlich weit aus dem Fenster lehnen wird. Dafür sind die Unsicherheiten einfach zu hoch.

EZB-Redner wohl mit begrenztem EUR-Einfluss

Nachdem der österreichische Zentralbankgouverneur Robert Holzmann die Diskussion darüber eröffnet hat, ob die EZB bald beginnen könnte, ein Ende des Pandemie-bedingten geldpolitischen Stimulus zu diskutieren, dürften die zahlreichen Reden von EZB-Offiziellen heute (u.a. Ratsmitglied Fabio Panetta, Finnlands Gouverneur Olli Rehn sowie Chefvolkswirt Philip Lane) genau auf dieses Thema hin abgeklopft werden.

Doch anders als in den USA für den US Dollar, dürften Tapering-Überlegungen im Euroraum für den Euro vorerst kaum relevant sein. Zum einen geht es aktuell nur um die Käufe im Rahmen des PEPP-Programms, das spezifisch zur Bekämpfung der Pandemie aufgelegt wurde, und mit deren Ende auslaufen sollte.

Zum anderen ist es in unseren Augen aufgrund des niedrigeren Preisdrucks im Euroraum im Vergleich zu den USA äußerst unwahrscheinlich, dass der Markt selbst bei einem tatsächlichen Zurückfahren der Anleihekäufe in absehbarer Zeit auf signifikante Zinserhöhungen im Euroraum setzen könnte. Die müssten sich aber wohl abzeichnen, damit die EZB-Geldpolitik wieder ein nachhaltiger Unterstützungsfaktor für den Euro werden würde.

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AUD-Interessenten hoffen auf Hinweise zur Juli-Entscheidung

Im Protokoll zur Juni-Sitzung der australischen Nationalbank (Reserve Bank of Australia, RBA) heute Nacht hat die RBA diverse Szenarien für ihre weiteren Anleihekäufe skizziert und damit klargemacht, dass ein Zurückfahren keineswegs eine ausgemachte Sache ist, was den Aussie zwischenzeitlich leicht belastete.

Neben der Frage nach dem Anleihekaufprogramm liegt der Fokus des Marktes für die kommende Juli-Sitzung auf der Frage, ob die RBA auch ihre Anleihekäufe zur Zinskurvenkontrolle anpasst. Doch diesbezüglich lieferte das Protokoll keine Hinweise.

Aktuell kauft die RBA den im April 2024 auslaufenden Bond, um die Rendite 3-Jähriger Staatsanleihen gemäß ihrer Zinskurvenkontrolle bei 0,1% zu verankern. Sie erwartet, dass vorher die Inflation nicht nachhaltig zu ihrem Inflationsziel von 2-3% zurückgekehrt sein wird und möchte entsprechend bis dahin die Zinsen unverändert lassen.

Die große Frage ist nun, ob sie sich zumindest im weiteren Verlauf des Jahres 2024 Zinserhöhungen vorstellen kann, oder ob sie zukünftig den im November 2024 auslaufenden Bond kaufen wird, um noch länger unveränderte Zinsen zu signalisieren. Die Antwort dürfte für den AUD-USD-Kurs richtungsentscheidend sein, der seit Mitte April seitwärts knapp unter 0,78 verharrt.

Doch eventuell könnte sich das schon am Donnerstag ändern. Denn dann hält einerseits RBA-Gouverneur Philip Lowe eine Rede, die angesichts der Umstände sicherlich mit viel Interesse verfolgt werden dürfte, anderseits wird aber auch der australische Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Der könnte Rückschlüsse auf die Entscheidung am 6. Juli erlauben und damit für Volatilität im Aussie sorgen.

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CL9AV2 Call AUD/USD Hebel: 9,3
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