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Devisen - Basiswissen

15. Sprüche um Geld

Das Zahlungsmittel Geld hat seinen Ursprung im Tauschhandel. Unterschiedliche Produkte wurden gegeneinander getauscht. Erste Münzen entstanden im 7. Jahrhundert vor Christus. Die Banknoten kamen erst viel später hinzu.

Geld hat viele Namen. Knete, Zaster, Asche, Pulver, Kies, Moos, um nur einige zu nennen. Die Erklärung, warum das Geld so viele verschiedene Bezeichnungen hat, liegt bei vielen Begriffen im Mittelalter und kommt aus der Gaunersprache. „Schotter“ leitet sich von verkleinertem Gestein ab und bezeichnet Kleingeld. „Kröten“ kommt aus Berlins Gaunersprache. „Kohle“ kommt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Kohle tatsächlich Zahlungsmittel war. Das Wort „Penunzen“ stammt vom polnischen Wort „Pienzidze“ ab, aus dem lateinischen Pecunia. „Tacken“ oder „Ocken“ kommen aus der Jugendsprache.

Neben den ganzen Bezeichnungen für Geld gibt es aber auch Sprüche und Redewendungen, die so gut wie jeder kennt. Hier ein paar davon:

"Etwas für bare Münze nehmen" ist eine recht alte Redewendung. Bereits im 18. Jahrhundert geläufig, bedeutete dieser Spruch damals, dass eine Zahlung als zuverlässig anzusehen ist. Heutzutage wird der Spruch verwendet, um etwas ernst zu nehmen.

"Worte auf die Goldwaage legen" wird sogar in der Bibel erwähnt und besagt, dass Worte sehr genau überlegt werden sollten, weil der Aussage eine sehr hohe Bedeutung beigemessen wird.

Sie kennen sicherlich auch die Redewendung "sich eine goldene Nase verdienen". Dieser Ausspruch hängt direkt mit dem Sprichwort „Den richtigen Riecher haben“ zusammen. Denn um sich eine goldene Nase zu verdienen, muss man den richtigen Riecher haben, also wie ein Spürhund die Gelegenheiten und Möglichkeiten finden und „Beute“ machen. Der Ausspruch ist aber eher negativ belastet, da es Menschen kennzeichnet, denen etwas zufällt, ohne, dass sie großen Aufwand damit hatten.

Um Entscheidungen herbeizuführen kann man "eine Münze werfen", da es ja nur zwei Möglichkeiten gibt. Sogar im Sport wird eine Münze für Entscheidungen geworfen.

Wenn man jemandem etwas bis auf den letzten Rest zurückzahlt, dann heißt das "bis auf Heller und Pfennig" zurückzuzahlen. Heller und Pfennig waren lange Zeit Münzen von relativ geringem Wert.

"Wie du mir, so ich dir" umschreibt den Spruch "Es jemandem mit gleicher Münze heimzahlen". Jemandem wird übel mitgespielt und er revanchiert sich auf die gleiche Art und Weise.

Wenn jemand "Geld wie Heu" hat, dann ist er reich und muss sich keine Sorgen um Geld machen. Es bedeutet, dass jemand so viel Geld hat, wie andere Leute Heu haben. Vermutlich kommt dieser Spruch aus einer Zeit, als die Landbevölkerung sehr arm war und der Adel im Gegensatz dazu sehr reich. Auch "im Geld schwimmen" hat diese Bedeutung.

Wenn man sich manchmal denkt, dass man lieber den Mund gehalten hätte, dann fällt einem eventuell ja auch der Spruch "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" ein. Der Spruch kommt vermutlich aus dem arabischen Raum und wurde in Deutschland im 19. Jahrhundert bekannt.

Wer mit einem "goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen" ist, hat also "Geld wie Heu", ohne, dass er dafür etwas tun musste. Ein Kind reicher Eltern. Der goldene Löffel versinnbildlicht hier ein Besteckteil, welches nur von Leuten mit sehr großem Reichtum genutzt wurde. Der Spruch wurde sicherlich von Leuten erfunden, die genau das nicht hatten.

Die Redensart "Geld zum Fenster herauswerfen" soll im Mittelalter in Regensburg entstanden sein. Der Kaiser stand im Rathaus an einem Fenster und warf Münzen ins ihm huldigende Volk. Allerdings waren es Steuergelder, die er so verteilte. Daher prägte sich dieser Spruch für jemanden, der sinnlos Geld ausgibt.

Und übrigens: "Geld stinkt nicht" stimmt nicht. Es riecht sehr wohl und das liegt an chemischen Reaktionen, die bei der Berührung von Münzen entstehen. Allerdings ist mit dieser Redensart eher gemeint, dass Geld immer gut ist, egal woher.

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