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Knock-Outs - Basiswissen

04 Was ist ein Spread?

Die Emittenten stellen für ihre eigenen Produkte ständig An- und Verkaufskurse. Die meisten Häuser veröffentlichen auch außerhalb der offiziellen Börsenzeiten von 8.00 bis 22.00 Uhr Kurse, zu denen der Investor kaufen und verkaufen kann. Diese Preise werden auch als Geld- und Brief-Kurs bezeichnet. Der Geldkurs ist der Ankauf-Kurs, zu dem das Emissionshaus kauft, und der Brief-Kurs ist der Kurs, zu dem der Emittent seinen Knock-Out Produkt anbietet.


Die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs wird Spread (englisch Spanne, Spreizung) genannt. Die Emissionshäuser richten diesen Spread nach den Geld- und Briefkursen der Basiswerten an den Terminmärkten oder den Börsen aus. Dort ist dieser Spread abhängig von der aktuellen Schwankungsfreudigkeit des Wertes und von den Handelsvolumina.


Absoluter Spread


Den Differenzbetrag zwischen Geld- und Briefkurs wird absoluter Spread genannt. Er errechnet sich einfach durch Subtraktion des Geldkurses vom Briefkurs. Aussagekraft der absoluten Spreads im Vergleich zwischen Produkten verschiedener Emittenten macht nur Sinn, wenn das Bezugsverhältnis berücksichtigt wird.

Absoluter Spread = Geldkurs - Briefkurs


Homogenisierter Spread

Mehr Aussagekraft beim Vergleich der Zertifikate unterschiedlicher Anbieter hat der homogenisierte Spread. Dabei wird der Spread auf eine volle Einheit des Basiswerts umgerechnet.


Homogenisierter Spread = Geld - Briefkurs/Bezugsverhältnis


Spread in Prozent des Briefkurses


Für Trader entscheidet ein möglichst kleiner Spread über die Höhe des Gewinns. Um abschätzen zu können, um wie viel Prozent ein Optionsschein bezogen auf den Briefkurs steigen muss, damit er den Spread aufgeholt hat und den Break even erreicht, ist die Kennzahl Spread in Prozent des Briefkurses wichtig. Je geringer der Abstand, um so besser. Der Spread errechnet sich wie folgt:


Spread in % des Briefkurses = (absoluter Spread/Briefkurs)*100


Da es sich bei KOs nicht um Einzelprodukte handelt, drückt auf der anderen Seite der Wettbewerb unter den Emittenten und die Vergleichbarkeit der Produkte über Finanzportale wie Finanztreff.de auf den Spread. Denn jeder Emittent versucht durch einen engen Spread sein Produkt so attraktiv wie möglich zu machen. Kommt es dagegen zu Sondersituation ist der Anleger gut beraten, seine Order über die Präsenzbörsen zu leiten. Diesen gegenüber haben sich die Emissionshäuser verpflichtet nicht nur bestimmte Positionsgrößen zu stellen, sondern auch bestimmte Spreads einzuhalten.

Ein besonders niedriger Spread ist der erste Schritt zu einem Handelsgewinn. Kauft der Anleger sein Hebel-Produkt, beginnt er seinen Trade naturgemäß mit einem Verlust. Denn das Emissionshaus kauft das Knock-Out Produkt im gleichen Augenblick ja nur zu einem niedrigeren Kurs zurück. Den Abstand von Verkaufs- zu Ankaufskurs (Spread) muss der Anleger also erst einmal aufholen, um dann letztlich in die Gewinnzone zu kommen. Daher muss der Anleger schon bei der Auswahl des Produktes auf einen möglichst engen Spread achten.

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