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Knock-Outs - Basiswissen

22 Welche Kennzahlen sind gebräuchlich?

Knock-Outs sind wesentlich transparenter als Optionsscheine. Sie kommen daher mit wesentlich weniger Kennzahlen aus, auf die der Anleger sein Augenmerk lenken muss.


Basiswert (Underlying)


Das von einem Knock-Out verbriefe Recht, eine Aktie kaufen oder verkaufen zu können, bezieht sich immer auf ein Anlageprodukt wie eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff, eine Anleihe oder eine Devise. Von den Spezialisten wird es auch als Underlying bezeichnet.


Basispreis


Der Basispreis gilt als Grundlage zur Berechnung des Preises des Knock-Out Produkts. Die positive Differenz zum aktuellen Kurs des Basiswerts ergibt unter Berücksichtigung der Bezugsmenge und des Aufgelds den aktuellen Preis des Hebel-Zertifikats.


Die Preise für Knock-Outs lassen sich folgendermaßen errechnen


Preis KO Long (Call)
= (Kurs Basiswert - Basispreis)* Bezugsmenge + Aufgeld


Preis KO Short (Put)
= (Basispreis - Kurs Basiswert) * Bezugsmenge - Abgeld


Bei Knock-Outs mit unterschiedlichem Basispreis und Stop-Loss-Barriere errechnet der Emittent aus der positiven Differenz zwischen Barriere und Basispreis den Rückzahlungsbetrag im Falle eines Knockouts.


Knock-Out Barriere oder Stop-Loss


Knock-Outs sind mit einer Kursmarke versehen, bei deren Verletzung durch den Basiswert die Laufzeit des KOs vorzeitig endet und das Produkt wertlos verfällt. Der Basispreis entspricht bei einigen Knock-Out Produkten der Knock-Out Barriere. Erreicht oder unterschreitet der Long KO während der Handelszeit diese Barriere, verfallen diese Produkt vor Ablauf der Laufzeit. Short KOs gehen vorzeitig Ko, wenn der Basiswert die KO Barriere während des Handels berührt oder überschreitet.


Bezugsverhältnis


Das Bezugsverhältnis oder auch Ratio gibt an, wie viele Knock-Outs der Anleger benötigt, um die Kursbewegung des Basiswertes, also einer Aktie, eines Index oder einer Währung abzubilden oder vielleicht sogar zu beziehen.


Ein Bezugsverhältnis eines Hebel-Produkts auf eine Aktie von 0,1 zeigt, dass der Anleger zehn Zertifikate benötigt um die Kursbewegung der Aktie abzubilden oder die Aktie sogar zu beziehen.


Das Bezugsverhältnis bleibt bis zum Ende der Laufzeit des Knock-Outs konstant. Mit einer Ausnahme: Führt ein Unternehmen, dass als Basiswert für ein Hebelprodukt dient, eine Kapitalanpassung durch, wird auch das Bezugsverhältnis entsprechend verändert.


Laufzeit


Anders als Aktien haben viele Hebel-Produkte nur eine beschränkte Lebensdauer. Das Laufzeitende ist in den Emissionsbedingungen festgelegt.


An der Börse werden KOs in den meisten Fällen bis zwei Tage vor dem Laufzeitende gehandelt. Bis zum entgültigen Laufzeitende kann der Anleger die Scheine allerdings noch im Direkthandel mit dem Emittenten handeln.


Nach dem Laufzeitende ist das verfallene KO weder an der Börse noch mit dem Emittenten handelbar. Das Emissionshaus schreibt den Inneren Wert des Hebelprodukts dann dem Konto des Anlegers gut.


Hebel


Der Hebel gibt an, um wie viel Mal mehr ein Knock-Out Produkt steigt oder fällt, wenn der Basiswert um ein Prozent steigt oder fällt.


Der Hebel lässt sich folgendermaßen errechnen:


Aktueller Hebel = Kurs des Basiswerts*Bezugsverhältnis/Kurs des KOs


Spread


Die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs wird Spread (englisch Spanne, Spreizung) genannt. Die Emissionshäuser richten diesen Spread nach den Geld- und Briefkursen der Basiswerten an den Terminmärkten oder den Börsen aus.


Den Differenzbetrag zwischen Geld- und Briefkurs wird absoluter Spread genannt. Er errechnet sich einfach durch Subtraktion des Geldkurses vom Briefkurs. Aussagekraft der absoluten Spreads im Vergleich zwischen Produkten verschiedener Emittenten macht nur Sinn, wenn das Bezugsverhältnis berücksichtigt wird.


Absoluter Spread = Geldkurs - Briefkurs


Darüber hinaus gibt es noch den homogenisierten Spread und den Spread in Prozent des Briefkurses (siehe Erklärungen Was ist ein Spread?).


Ein besonders niedriger Spread ist der erste Schritt zu einem Handelsgewinn. Kauft der Anleger sein Hebel-Produkt, beginnt er seinen Trade naturgemäß mit einem Verlust. Denn das Emissionshaus kauft das KO Produkt im gleichen Augenblick ja nur zu einem niedrigeren Kurs zurück. Daher muss der Anleger schon bei der Auswahl des KOs auf einen möglichst engen Spread achten.


Aufgeld


Das Aufgeld eines Knock-Outs entspricht den Finanzierungskosten des Emissionshauses. Dieses setzt sich zusammen auf Zinsen und Dividenden. Der Zins orientiert sich am Tageszins.


Aufgeld Long (Call) = Preis Long- (Kurs des Basiswerts - Basispreis / Bezugsverhältnis)


Aufgeld Short (Put) = Preis Short - (Basispreis - Kurs des Basiswerts / Bezugsverhältnis)

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