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Optionsscheine - Basiswissen

04 Welche Risiken bergen Optionsscheine?

Anders als beim Autofahren benötigt der Anleger bei der Spekulation mit Aktien und mit Optionsscheinen leider keinen Führerschein. Der Weg bis zu einer erfolgreichen Spekulation mit Warrants ist daher mit zahlreichen Niederlagen gepflastert. Es dauert mitunter Jahre, bis der Anleger sich die notwendigen Kenntnisse angeeignet hat und sich ein kontinuierlicher Erfolg einstellt. Trotzdem, Aktien-Anlage und die Spekulation insbesondere mit Optionsscheinen sind auch für den erfahrenen Anleger immer mit einem hohen Risiko behaftet.

Marktrichtung

Läuft der Markt in die prognostizierte Richtung, bringt der Hebel eines Optionsscheins überproportionale Gewinne. Entwickelt sich der Markt entgegen der vorhergesagten Meinung in die entgegengesetzte Richtung, wirkt der Hebel auch in die andere Richtung, so dass ein Engagement in Warrants sogar in einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals enden kann.

Laufzeit

Neben der Prognose der Marktrichtung sollte der Anleger auch noch das Verfallsdatum seines Optionsscheins im Auge behalten. Aufgrund der begrenzten Laufzeit, verliert der Optionsschein mit der Zeit kontinuierlich an Wert oder kann sogar wertlos werden, wenn der Basiswert nur seitwärts tendiert oder sich zu langsam in die gewünschte Richtung entwickelt.

Volatilität

Eine der wichtigsten Einflussgrößen auf die Preisentwicklung eines Optionsscheins ist sicherlich die Volatilität. Sie muss der Anleger unbedingt im Auge behalten. Beruhigt sich der Kurs des Basiswerts oder stagniert er, ist mit sinkenden Volatilitäten zu rechnen. Das beeinflusst die Wertentwicklung des Warrants negativ. Denn der Zeitwert des Optionsscheins verliert durch das nahende Laufzeitende und durch die sinkende Volatilität. Der massive Kursanstieg nach dem Ausverkauf im März 2003 zeigt, dass Anleger auch mit der richtigen Prognose der Marktrichtung mit Calls Geld verlieren konnten. Denn mit dem Kursanstieg an den Aktienmärkten brach die implizite Volatilität von den Rekordständen im März 2003 massiv ein. Damit sank auch Zeitwert der Calls, die am oder aus dem Geld lagen. Die Kurssteigerungen der Aktien oder Indizes konnten den Zeitwertverlust bei vielen Calls nicht kompensieren. Lediglich durch Optionsscheine, die tief im Geld liegen, lässt sich der Einfluss des Zeitwerts und damit der Volatilität reduzieren.

Money-Management

Daher ist wie bei einem Aktien-Engagement ein strenges Money-Management lebenswichtig. Ein Stop-loss (Verlust-Stop) reduziert Verluste und eine angepasste Positionsgröße erlauben ein langes Überleben an den Aktienmärkten. Ein Aussitzen von Verlusten in einer Optionsscheinspekulation verbietet sich wegen des Zeitwert-Verlustes und der begrenzten Laufzeit des Optionsscheins von selbst. Verzeichnet der Optionsschein erst einmal ein Minus von 50 Prozent, muss er um 100 Prozent steigen, um den Verlust auszugleichen.

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