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Optionsscheine - Basiswissen

09 Welche Vorraussetzungen gelten für den Handel mit Optionsscheinen?

Neben den ausreichenden Erfahrungen, die ein Anleger haben sollte, steht vor dem Kauf von Optionsscheinen eine rechtliche Hürde. So ist das Vorliegen einer Termingeschäftsfähigkeit notwenig. Die Banken und Sparkassen verlangen von Anlegern, die Geschäfte mit Optionsscheinen oder Optionen tätigen wollen, einen Nachweis über das Verständnis und Risiken dieses Finanzproduktes. Durch den Nachweis seiner Kenntnisse erlangt der Privatanleger die Termingeschäftsfähigkeit. In der Praxis erhält der Anleger von seinem Kreditinstitut die Termingeschäftsfähigkeit, wenn er von dem Wertpapierberater ausführlich über Chancen und Risiken sowie die Produktmerkmale aufgeklärt und dieses durch seine Unterschrift schriftlich belegt worden ist. Dieses Vorgehen wird durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) bekräftigt. Dieser hat die Eigenschaften für ein Börsentermingeschäft definiert: Hebelwirkung, Totalverlustrisiko, eine etwaige Nachschusspflicht und der spätere Erfüllungszeitpunkt. Hebelwirkung, Totalverlustrisiko und der spätere Erfüllungszeitpunkt sind drei mögliche Kennzeichen eines Optionsscheins, so dass anders als bei defensiven Anlage-Zertifikaten eine Termingeschäftsfähigkeit notwendig ist. Diese muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Bank

Da es sich bei den Optionsscheinen nicht zuletzt durch seine große Hebelwirkung um eine hochspekulative Anlage-Klasse handelt, reicht eine normale Bankverbindung häufig nicht aus. Da die meisten Emissionshäuser den Handel der Optionsscheine über die normale Börsenzeit von 8.00 bis 22.00 Uhr ermöglichen, ist ein Depot bei einer Bank, Sparkasse oder Direktanlage-Bank sinnvoll, die den Direkthandel mit den Emittenten ermöglicht - auch außerhalb der Öffnungszeiten der Banken.

Kenntnisse

In Deutschland ist das Führen eines Kraftfahrzeugs nicht ohne einen Führerschein möglich. Das Kaufen- oder Verkaufen von Anleihen, Aktien oder Hebelinstrumenten schon. Es ist also kein Wunder, dass die ersten Trading-Versuche mit Optionsscheinen bei den meisten Anlegern wegen eines zu hohen Hebels oder einer zu kurzen Laufzeit in einem Fiasko, also einem Totalverlust enden. Die meisten Investoren bezahlen also ihre ersten Schritte an der Börse mit reichlich Lehrgeld. Eine persönliche Anlagestrategie, sei es aufgrund von Fundamentalfaktoren oder aus technischen Gründen, ein strenges Money-Management mit einer Stop-loss-Strategie sind Grundlagen für ein erfolgreiches Trading mit Knock-out-Produkten. Ein Papier-Trading quasi als Trockenübung kann den Anlegern den notwendigen Kenntnisstand vor den ersten Schritten an der Börse bringen.

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