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Zertifikate - Basiswissen

21 Welche weiteren Zertifikate-Arten gibt es?

Das Zertifikate-Spektrum ist sehr umfangreich und beinhaltet eine Vielzahl unterschiedlichster Produktkonstruktionen. Zum Teil handelt es sich dabei um Varianten der bereits genannten Hauptarten. Zum Teil aber auch um völlig neue und bisweilen einzigartige Strukturen. Die dadurch entstehende Vielfalt führt einerseits dazu, dass für beinahe jede Markterwartung und für beinahe jedes Anlageziel ein geeignetes Produkt erhältlich ist. Andererseits sorgen die unzähligen zum Teil nur in Nuancen variierenden Angebote aber oft auch für große Verwirrung und machen eine genaue Überprüfung der spezifischen Produktmodalitäten notwendig.

Das gilt insbesondere für die Gruppe der Garantiezertifikate, deren einzige Gemeinsamkeit oft darin besteht, dass der Anleger am Ende der Laufzeit zumindest sein eingangs investiertes Anlagekapital erstattet bekommt. Die darüber hinaus gehende Zusatzerträge können hingegen auf unterschiedlichstem Wege erwirtschaftet werden. Bei diesen ist daher immer eine eingehende Prüfung der Produktbesonderheiten von Nöten.

Das gleiche gilt auch für Strategie- oder Basket-Zertifikate mit denen bestimmte Investmentansätze nachgebildet werden können. Im Fall von Basket-Zertifikaten erfolgt dies in der Regel über die themenorientierte Auswahl bestimmter Aktien. Bei Strategie-Zertifikaten werden hingegen oft bestimmte Kennzahlen als Selektionskriterium herangezogen (bspw. eine möglichst hohe Dividendenrendite).

Weitgehend standardisiert sind hingegen die Gattungen der Outperformance-, Express- und Airbag-Zertifikate.

Outperformance-Zertifikate ermöglichen eine überdurchschnittliche und uneingeschränkte Teilhabe an den Kursgewinnen des abgebildeten Basiswertes. Im Gegenzug verzichtet der Anleger jedoch auf etwaige Dividendenzahlungen.

Bei Express-Zertifikaten wird das Startkapital zuzüglich einer Prämie erstattet, wenn der abgebildete Basiswert an einem vorab definierten Stichtag zumindest das Kursniveau vom Beginn behaupten kann. Um in den Genuss dieser Prämie zu kommen, genügt also ein Börsenstillstand. In der Regel werden mehrere dieser Stichtage im Abstand von jeweils einem Kalenderjahr festgesetzt. Dabei wird die Prämie für das erste Jahr auf die Zahlung des Folgejahres aufgeschlagen, falls es zum ersten Stichtag nicht zur Rückzahlung kommt.

Bei Airbag-Zertifikaten bieten ein Sicherheitsnetz, dass den Anleger bis zu einem gewissen Punkt gegen Kursverluste des Basiswertes absichert. Seine Verlustzone beginnt hier also erst, wenn der Rückschlag an der Börse das vom Airbag vorgegebene Ausmaß überschreitet.

Eine Erklärung der Zertifikate-Arten finden Sie unter dem Punkt Basiswissen Zertifikate-Arten

Zu den Zertifikate-Arten

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